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Weitere Hilfe für Kloster Steinfeld  

Ortskurator übergibt Fördervertrag für Prälatur  

 

Kurzfassung: Das traditionsreiche Kloster Steinfeld in Kall in der Eifel erhält erneut Hilfe von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Wolf Werth, Ortskurator vom Kreis Euskirchen/Voreifel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, übergibt am Montag, den 20. August um 11.00 Uhr einen weiteren Fördervertrag über 100.000 Euro an Bruder Bernhard Fuhrmann von den Salvatorianern. Mit den Fördermitteln werden im zweiten Bauabschnitt an der Prälatur die Zimmererarbeiten bei der Instandsetzung der Dachkonstruktion und der Decken sowie der Gauben fortgeführt. Kloster Steinfeld zählt zu den inzwischen über 200 Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz allein in NRW. Aus privaten Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale konnte die private Bonner Denkmalschutz-Stiftung bundesweit bisher über 3.200 bedrohte Denkmale mit mehr als 390 Millionen Euro unterstützen.  

 

Langfassung: Das traditionsreiche Kloster Steinfeld in Kall im Landkreis Euskirchen erhält erneut Hilfe von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Wolf Werth, Ortskurator vom Kreis Euskirchen/Voreifel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, übergibt am Montag, den 20. August um 11.00 Uhr einen weiteren Fördervertrag über 100.000 Euro an Bruder Bernhard Fuhrmann von den seit 1923 in Steinfeld ansässigen Salvatorianern. Mit den Fördermitteln werden im zweiten Bauabschnitt an der Prälatur die Zimmererarbeiten bei der Instandsetzung der Dachkonstruktion und der Decken sowie der Gauben fortgeführt. Der durch die marode Dachdeckung entstandene Fäulnis- und Schädlingsbefall der Dachbalken hatte bereits zu einer statischen Gefährdung der Dachkonstruktion geführt. Weitere Hilfe erhält der Orden von Land und Bund.  

 

Bereits um 1070 ist eine erste klösterliche Niederlassung in Steinfeld nachweisbar, seit 1121 wurden hier Augustinerchorherren aus Springiersbach (heute Kreis Wittlich) angesiedelt, die 1126 die Prämonstratenserregeln annahmen, die erst 1120 vom heiligen Norbert von Xanten, dem späteren Bischof von Magdeburg, eingeführt worden waren. Steinfeld zählte zu den bedeutendsten Klöstern im deutschen Reich, bereits 1184 wurde es zur Abtei erhoben. Nach der Säkularisierung 1802 diente das Kloster verschiedenen weltlichen Zwecken, bis es 1923 von der Ordensgemeinschaft der Salvatorianer übernommen und als Gymnasium mit Internat, einer Verlagsbuchhandlung sowie einer Bildungsstätte mit Gästehaus wieder belebt wurde.

 

Unter Abt Claessen (1767 bis 1784) erbaute Leonhard Eggen den repräsentativen Prälaturflügel als zwei- und dreigeschossiger Putzbau auf hohem Sockel mit Eckquaderungen. Die Fenstergewände sind ebenso wie die Portale aus Naturstein. Mansarddächer mit Gauben schließen den Bau ab. Durch die marode Dachdeckung und -entwässerung entstanden Fäulnis und Schädlingsbefall, die bereits zu statischer Gefährdung der Dachkonstruktion und Deckenbalken führten. Putzschäden und Schäden an den Fenstergewänden ergänzen das Schadensbild.  

 

Steinfeld gilt in seiner Gesamtanlage als eines der besterhaltenen klösterlichen Baudenkmäler des Rheinlandes, als Ort einer lebendigen, nunmehr tausendjährigen Kultur und Tradition. Das im Deutsch-Belgischen Naturpark im Kreis Euskirchen gelegene Kloster ist als Wallfahrtsstätte zum Grab des heiligen Hermann-Josef (1150 - 1241), der als Prämonstratenser in Steinfeld gelebt und gewirkt hat, und als Veranstaltungsort für Orgelkonzerte und Vespergottesdienste ein beliebtes Ausflugsziel.  

Kloster Steinfeld zählt zu den inzwischen über 180 Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz allein in NRW, die sie aus privaten Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale fördern konnte. Seit Juli 2007 wird die Stiftung im Kreis Euskirchen/Voreifel von einem ehrenamtlichen Ortskuratorium unter der Leitung von Wolf Werth unterstützt.  

 

Bonn, den 20. August 2007/Schi

 

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