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Erneute Förderung für Azmannsdorfer Kirche  

Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz überbringt Fördervertrag  

 

Kurzfassung: Am 12. Oktober 2007 überbringt Dr. Dieter Tettenborn, Ortskurator Erfurt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, einen weiteren Fördervertrag der Stiftung für die Arbeiten an der Kirche von Azmannsdorf an Pfarrer Hosea Heckert. Nachdem bereits 2004 Fördermittel in Höhe von 25.000 Euro für die Dacharbeiten geflossen sind, stehen nun weitere 20.000 Euro für die anstehenden Dachdeckerarbeiten am Langhausdach der 1769 erbauten Chorturmkirche zur Verfügung. Die Kirche von Azmannsdorf zählt damit zu den fast 380 Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz allein in Thüringen, die sie dank privater Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale unterstützen konnte.  

 

Langfassung: Am 12. Oktober 2007 überbringt Dr. Dieter Tettenborn, Ortskurator Erfurt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, um 11 Uhr einen weiteren Fördervertrag der Stiftung an Pfarrer Hosea Heckert von der Evangelisch- Lutherischen Kirchengemeinde im thüringischen Azmannsdorf. Nachdem bereits 2004 Fördermittel in Höhe von 25.000 Euro für die Dacharbeiten am Turm geflossen sind, stehen nun weitere 20.000 Euro für die nun anstehenden Dachdeckerarbeiten am Langhausdach zur Verfügung. Möglich wurde der erneute Fördervertrag durch eine zweckgebundene Spende der Oetker-Stiftung.  

 

Zentral im Ort Azmannsdorf, inmitten des Friedhofs gelegen, erhebt sich die in 1769 in Kalk- und Sandstein errichtete Chorturmkirche. Ehemals vollständig verputzt, wurde sie über dem Grundriss eines mittelalterlichen Vorgängerbaus errichtet. Das fünfachsige Schiff prägen Stichbogenfenster mit profilierten Natursteingewänden, Eckquaderungen und das in der giebelseitigen Westfassade gelegene Hauptportal mit einer bekrönenden Inschriftenkartusche. Ein Mansarddach mit handgestrichenen Bibern deckt das Schiff. Es besaß vermutlich ursprünglich heute nicht mehr vorhandene Gauben. Im Osten wird der Turm mit Eckquaderungen von einem oktogonalen Dach mit Spitzhelm bekrönt. 

 

Einen besonderen Wert erhält die Kirche durch ihre reiche Barockausstattung. Den Innenraum überspannt eine monochrom gestrichene Holztonnendecke, unter der noch eine Bemalung vermutet wird. Die zweigeschossigen Emporen auf Holzpfeilern besitzen Brüstungen aus dem Jahr 1788, die teilweise aus wiederverwendeten Brettern mit noch älterer Bemalung bestehen. Den Altar im Osten flankieren unter den Emporen Kirchenstände mit aufwendig geschnitzten Rankengittern. Aus Architekturelementen wie marmorierten Säulen, Pilastern und Schweifgiebel ist der Kanzelaltar gestaltet. Das um 1700 entstandene Ölgemälde im Giebelfeld stellt den segnenden Christus dar. Zur Ausstattung gehören ein Taufengel aus der Mitte des 18. Jahrhundert sowie der Orgelprospekt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, der ebenso wie die zweite Westempore qualitätvolle plastische Rankenschnitzereien zeigt.  

 

Durch allgemeine Bauvernachlässigung war es zu Mauerwerksrissen und abgewittertem Fassadenputz gekommen. Nachdem in den letzten Jahren bereits die Turmsanierung erfolgen konnte, steht nun die Instandsetzung des Langhausdaches an.  

 

Die Kirche von Azmannsdorf zählt damit zu den fast 380 Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz allein in Thüringen, die sie dank privater Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale unterstützen konnte. Bundesweit unterstützte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die im Raum Erfurt seit 2003 von einem ehrenamtlichen Ortskuratorium unter der Leitung von Dr. Dieter Tettenborn unterstützt wird, bereits mehr als 3.200 bedrohte Denkmale mit über 390 Millionen Euro.

 

Bonn, den 10. Oktober 2007/Schi

 

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