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Vertragsübergabe für die Kirche Beatae Mariae Virginis in Wolfenbüttel 

Ortskurator überbringt Fördervertrag für die Mauerwerkssanierung  

Kurzfassung: Einen Fördervertrag in Höhe von 120.000 Euro für die Mauerwerkssanierung an der Kirche Beatae Mariae Virginis in Wolfenbüttel überbringen am 11. Mai 2009 um 15.00 Uhr Martina Wolff und Jobst Tehnzen vom Ortskuratorium Hannover der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) an Propst Dr. Hans-Heinrich Schade von der evangelischen Kirchengemeinde. Damit ist die Wolfenbütteler Marienkirche eines von über 190 Projekten, die die private Bonner Denkmalschutzstiftung allein in Niedersachsen dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale fördern konnte. Aus den Erträgnissen der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, werden jährlich bundesweit Projekte aus den Bereichen Wohlfahrt, Sport und Denkmalpflege mit rund 50 Millionen Euro gefördert. In Wolfenbüttel förderte die DSD bereits unter anderem sowohl das Schloss als auch das Kleine Schloss, den Gartenpavillon und das Lessing-Theater.  

 

Langfassung: Einen weiteren Fördervertrag in Höhe von 120.000 Euro für die Mauerwerkssanierung an der Wolfenbütteler Kirche Beatae Mariae Virginis überbringen am 11. Mai 2009 um 15.00 Uhr Martina Wolff und Jobst Tehnzen vom Ortskuratorium Hannover der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) an Propst Dr. Hans-Heinrich Schade von der evangelischen Kirchengemeinde. Weitere Hilfe erhält die Gemeinde bei den kommenden Arbeiten von der Landeskirche, dem Landkreis und der Kommune sowie von Bund und dem Land Baden-Württemberg. Die DSD unterstützt die Restaurierung der Wolfenbütteler Kirche bereits seit 2001 mit bislang 550.000 Euro. Außerdem wurde für sie 2003 unter der treuhänderischen Verwaltung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz die "Günter und Ilse Brink-Stiftung" gegründet.  

 

Die evangelische Hauptkirche Beatae Mariae Virginis in Wolfenbüttel wurde ab 1553 unter Herzog Heinrich dem Jüngeren aus dem Haus der Welfen an der Stelle einer Marienkapelle, die bereits 1301 erstmals erwähnt wurde, errichtet. Seit 1568 dient sie als evangelische Pfarrkirche. Ab 1608 entstand ein Neubau der Gemeindekirche, die zugleich als repräsentative Hofkirche mit einer Gruft als Denkmal des Fürstenhauses dienen sollte. Erster und maßgebender Baumeister war Paul Francke. Unter seiner Bauaufsicht wurden die gewölbten Ostteile, die Nordwand und Teile der Westwand sowie die südliche Außenmauer der dreischiffig angelegten fünfjochigen Hallenkirche mit eingestelltem Westturm vollendet. Die Kirche selber ist in Sandsteinquadern errichtet, der Stein der reichen Bauzier in Muschelkalkstein stammt aus dem nahen Elm. Unter Franckes Nachfolgern in der Bauleitung, Johann Meier und Johann Langenlüddeke, entstanden bis 1616 die Westfront mit Turm, die Langhausstützen und bis 1620 die Gewölbe. Die Ausstattung des Innenraumes war im Wesentlichen 1626 abgeschlossen, beendet wurden die Arbeiten aber wohl erst nach dem Dreißigjährigen Krieg 1660.  

 

Bei einer Fassadensanierung Anfang der 70-er Jahre wurden Zementinjektagen vorgenommen, die 20 Jahre später zu Abplatzungen der Oberflächen und Absprengungen ganzer Bauelemente führten. Je nach Tiefe des Schadens müssen nun die betroffenen Bereiche bis zur inneren Schale abgenommen, die Zementinjektagen herausgeschlagen und die Fassadensteine neu eingepasst werden.  

 

Die evangelische Hauptkirche Beatae Mariae Virginis in Wolfenbüttel ist eines von über 190 Projekten, die die private Bonner Denkmalschutzstiftung allein in Niedersachsen dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale fördern konnte. Aus den Erträgnissen der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, werden jährlich bundesweit Projekte aus den Bereichen Wohlfahrt, Sport und Denkmalpflege mit rund 50 Millionen Euro gefördert. In Wolfenbüttel förderte die DSD bereits unter anderem sowohl das Schloss als auch das Kleine Schloss, den Gartenpavillon und das Lessing-Theater.  

 

Bonn, den 8. Mai 2008/Schi


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