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Willkommene Hilfe für das Suso-Haus in Überlingen  

Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz überbringt Fördervertrag  

Kurzfassung: Willkommene Hilfe bringt am 17. November 2009 um 13.00 Uhr Dr. Gerold Jaeger, Ortskurator Neckar-Alb der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), nach Überlingen. Er überreicht im Beisein von Klaus Sattler, Pressesprecher von Toto-Lotto Baden-Württemberg, einen Fördervertrag über 50.000 Euro für das Suso-Haus an Michael Stoll vom Seuse-Verein. Damit sollen Zimmererarbeiten an Dach und Fassade unterstützt werden. Neben der DSD beteiligen sich auch Stadt, Land und Erzdiözese an diesem Bauabschnitt. Das Susohaus in Überlingen ist eines von über 130 Projekten, die die private Bonner Denkmalschutz-Stiftung allein in Baden-Württemberg dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, fördern konnte. Dazu gehören unter anderem das ehemalige königliche Kurtheater in Bad Wildbad, das Schloss in Dätzingen und die Münster in Freiburg und Ulm.  

 

Langfassung: Willkommene Hilfe bringt am Dienstag, den 17. November 2009 um 13.00 Uhr Dr. Gerold Jaeger, Ortskurator Neckar-Alb der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) von Bonn nach Überlingen im Bodenseekreis. Er überreicht im Beisein von Pressesprecher Klaus Sattler und Frank Eisele von Toto-Lotto Baden-Württemberg einen Fördervertrag über 50.000 Euro für die Zimmererarbeiten an Dach und Fassade des Suso-Hauses an Michael Stoll vom „Verein des Gedenkens an den Mystiker und Dichter vom Bodensee, Heinrich Seuse“. Neben der DSD beteiligen sich die Stadt, das Land sowie die Erzdiözese an den Arbeiten am Haus des deutschen Mystikers Heinrich Seuse, eines Schülers des Meister Eckhart.  

 

Mit der Wiederentdeckung der mittelalterlichen Mystik und der Seligsprechung des Dichters vom Bodensee Heinrich Seuse (1295-1366), in latinisierter Form Suso genannt, entwickelte sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine ausgeprägte Verehrung, die sich in der Einrichtung einer Gedenkstätte in dessen vermutlichen Geburtshaus in Überlingen niederschlug. Der spätgotische Fachwerkbau aus dem 13. Jahrhundert besteht aus zwei Geschossen und wird von einem Krüppelwalmdach abgeschlossen.

 

Im Gebäude finden sich zum Teil ältere Massivwände mit abgefasten Rundbogenportalen. Über dem Hauseingang ist ein Renaissance-Steinrelief angebracht. Das Susohaus stellt eines der ersten Objekte der staatlichen Denkmalpflege im Großherzogtum Baden dar. Bei der Einrichtung der Gedenkstätte im 19. Jahrhundert hat man die überlieferte Ausstattung teilweise historisierend ergänzt, wie etwa die „mittelalterliche Stube“ im Obergeschoss.

 

Nachdem die Gedenkstätte in den 1980er Jahren geschlossen worden war, konnte die Stadt Überlingen als Eigentümerin lange Zeit kein Konzept für eine neue öffentliche Nutzung finden. Der in Erwägung gezogene Verkauf wurde dann durch die Intervention des 2007 gegründeten Überlinger „Vereins des Gedenkens an den Mystiker und Dichter vom Bodensee, Heinrich Seuse”, verhindert. Der Verein hat das Gebäude mittlerweile in Erbpacht übernommen und kann eine langfristige Erhaltung und Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit gewährleisten. Neben der Nutzung als Gedenkstätte soll das Gebäude auch kulturellen Zwecken dienen. Vorab ist allerdings eine Gesamtsanierung notwendig. Feuchtigkeitsschäden am Dach, am Mauerwerk und an der Fachwerkkonstruktion müssen beseitigt und das Innere neu gestaltet werden. Dafür erhält der Verein nun auch Unterstützung von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

 

Das Susohaus in Überlingen ist damit eines von über 130 Projekten, die die private Bonner Denkmalschutz-Stiftung allein in Baden-Württemberg dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, fördern konnte. Dazu gehören unter anderem das ehemalige königliche Kurtheater in Bad Wildbad, das Schloss in Dätzingen und die Münster in Freiburg und Ulm. Aus den Erträgnissen der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, werden jährlich bundesweit Projekte aus den Bereichen Wohlfahrt, Sport und Denkmalpflege mit rund 50 Millionen Euro gefördert.                                                                        

 

Bonn, den 13. November 2009/Schi

 

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