Kurzfassung: Einen Fördervertrag über 10.000 Euro für die Restaurierung des Barocksaals im Haus "Zum Roten Hirschen" in der Hütergasse 13 in Erfurt überbringt am 24. November 2009 Dieter Tettenborn, Ortskurator Erfurt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Er überreicht den Vertrag um 10.00 Uhr an den Eigentümer des historischen Fachwerkbaus, Markus Bruszis. Das stattliche Anwesen in Erfurts Hütergasse, das im Gebiet der Weißgerber stand, ist somit eines von über 380 Projekten, die die private Bonner Denkmalschutz Stiftung allein in Thüringen dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, fördern konnte. Dazu gehören unter anderem das Schloss in Rauenstein, der Dom in Nordhausen und die Wandelhalle in Eisenach.
Langfassung: Einen Fördervertrag über 10.000 Euro für die Restaurierung des Barocksaals im Haus Zum Roten Hirschen in der Hütergasse 13 in Erfurt überbringt am Dienstag, den 24. November 2009 Dieter Tettenborn, Ortskurator Erfurt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Er überreicht den Vertrag um 10.00 Uhr im Haus selbst an den Eigentümer des historischen Fachwerkbaus Markus Bruszis.
Die Erfurter Schild- und Hütergasse führen zum Dämmchen, einem Fußgängerbrückchen und einer Insel gleichen Namens, um die die beiden hier Breitstrom genannten Arme der Gera fließen. Hier am Wasserlauf liegt in der Hütergasse 13 das Haus "Zu den kleinen Füchsen und zum roten Hirsch". Der Name des Hauses zeigt an, dass hier ursprünglich zwei Häuser auf einem Grundstück zusammengefasst wurden. Das dreigeschossige Haus stammt wohl aus dem 17. Jahrhundert. Es besteht nunmehr aus drei Teilgebäuden: dem Haupthaus, einem Fachwerkbau aus dem 16. Jahrhundert und den angrenzenden jüngeren Seitengebäuden, die als Vorder- und Hinterhaus bezeichnet werden. Die Bauten gruppieren sich u-förmig um einen Innenhof, eine Mauer umschließt den Garten auf der Südseite.
Das am Dämmchen gelegene Haus in der Nähe der Krämerbrücke war ursprünglich vertikal geteilt, was sich noch heute an den unterschiedlichen Geschosshöhen der beiden ursprünglichen Gebäude ablesen lässt. Die Schaufassade des Hauses blickt nach Westen. Im Brüstungsbereich der Fenster finden sich die sogenannten Thüringer Leitern, eine regionaltypische Fachwerkverzimmerung, und auf profilierten und farbig gefassten Balkenköpfen die leicht auskragenden Geschosse. Zwei große Dachhäuser in Sichtfachwerk bilden im gemeinsamen Satteldach ein weiteres Dachgeschoss. An das Hauptgebäude grenzt ein viergeschossiges Seitengebäude, das durch horizontale Fensterbänder gegliedert wird. Auf der Südseite schließt sich das dreigeschossige Hinterhaus an, das eine gartenseitige Oberlaube mit Galeriegang besitzt.
Das Haus in der Hütergasse in Erfurt benötigt umfassende Hilfe, um zukünftig zu Wohn- und Gewerbezwecken genutzt werden zu können. Mit dem Fördervertrag zur Wiederherstellung des Barocksaals wird es zu einem von über 380 Projekten, die die private Denkmalschutz-Stiftung in Bonn allein in Thüringen dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, fördern konnte. Dazu gehören unter anderem das Schloss in Rauenstein, der Dom in Nordhausen und die Wandelhalle in Eisenach.
Bonn, den 20. November 2009/Schi