Kurzfassung: Den Fördervertrag in Höhe von 15.000 Euro für die anstehende Sanierung des Balduinsbrunnens in Trier überbringt am 18. Dezember 2009 um 11.30 Uhr Professor Dr. Klaus Trouet vom Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) am Balduinsbrunnen an Gert Burscheid von der Trier-Gesellschaft. Damit soll die Metallsanierung an dem seit Jahrzehnten still gelegten Brunnen unterstützt werden. Der Trierer Balduinsbrunnen ist somit eines von über 100 Projekten, die die private Denkmalschutz-Stiftung in Bonn bisher allein in Rheinland-Pfalz dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale fördern konnte. Dazu gehören unter anderem St. Mauritius in Heimersheim, Burg Eltz bei Münstermaifeld und die Abtei Rommersdorf in Neuwied-Rommersdorf.
Langfassung: Nur die älteren Trierer haben den Balduinsbrunnen in der Nähe des Hauptbahnhofs noch in Funktion gesehen. Jetzt soll das Wasserspiel, das zwei Weltkriege unbeschadet überstand, zur Freude der Bewohner wieder sprudeln. Den Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) in Höhe von 15.000 Euro für die anstehenden Sanierungsarbeiten überbringt am Freitag, den 18. Dezember 2009 um 11.30 Uhr Professor Dr. Klaus Trouet vom Vorstand der DSD am Balduinsbrunnen an Gert Burscheid von der Trier-Gesellschaft - Gesellschaft zur Erhaltung Trierer Baudenkmale e.V., die sich maßgeblich für die Instandsetzung einsetzt.
Der Trierer Balduinsbrunnen an der Ecke Balduin-/Christophstraße in der Nähe des Hauptbahnhofs wurde 1897 zu Ehren des Erzbischofs und Kurfürsten Balduin von Luxemburg (1285-1354), des Begründers des Trierer Kurstaates, errichtet und eingeweiht. Der Entwurf zu den Bronzegussarbeiten in neoromanischer Formensprache stammte von Ferdinand von Miller, die Steinmetzarbeiten führte Arnold Schüller durch. Drei Jahre lang sammelten die Befürworter des Denkmals Spenden, bevor das 25.000 Mark teure Bauvorhaben ausgeführt und am 18. Mai feierlich den Bürgern übergeben werden konnte.
In einem kreisrunden Bodenbecken aus Kalkstein erhebt sich ein Achtecksockel, auf dem der ebenfalls polygonale, nach oben mehrfach verjüngte Brunnenstock mit der Großplastik Balduins aus Bronze steht. Im unteren Teil sind dem Stock Vierpasssäulen mit Marmorschaft vorgelagert. Sie stützen vierpassförmig angeordnete Brunnenschalen. Bronzene Löwenköpfe dienen als Wasserspeier. Die blendbogenverzierten Seiten des Brunnenstocks nehmen Reliefs auf, von denen die unteren in Bronze gegossen wurden. Zunächst von einer kleinen, runden Freifläche umgeben, wurde der Brunnen 1909 in eine Gartenanlage eingebettet.
Starke Steinschäden, Risse und Korrosionsschäden müssen nun beseitigt werden, damit der in profilierter Lage aufgebaute Brunnen nach jahrzehntelangem Stillschweigen wieder sprudeln kann. Neben der DSD, die die Metallsanierung unterstützt, beteiligen sich an der Grundsanierung auch Bund, Land und Kommune.
Der Trierer Balduinsbrunnen ist somit eines von über 100 Projekten, die die private Denkmalschutz-Stiftung in Bonn bisher allein in Rheinland-Pfalz dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale fördern konnte. Dazu gehören unter anderem St. Mauritius in Heimersheim, Burg Eltz bei Münstermaifeld und die Abtei Rommersdorf in Neuwied-Rommersdorf. Aus den Erträgnissen der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, werden jährlich bundesweit Projekte aus den Bereichen Wohlfahrt, Sport und Denkmalpflege mit rund 50 Millionen Euro gefördert.
Bonn, den 14. Dezember 2009/Schi