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Ehemaliges Amtshaus der Junker- und Zirkelkompanie als vorbildliches Projekt geehrt  

Dr. Robert Knüppel vom Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz überbringt Bronzeplakette in Lübeck  

 

Kurzfassung: Am 18. Dezember 2009 überbringen Regina M. Fischer vom Ortskuratorium und Dr. Robert Knüppel vom Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) um 12.00 Uhr eine Bronzetafel für das restaurierte Amtshaus der Junker- und Zirkelkompanie in Lübeck in der Königstraße 21 an Annette Borns, Kultursenatorin der Hansestadt Lübeck. Das Haus konnte nach wechselvoller Geschichte und längerem Leerstand nur durch die gemeinsame finanzielle Unterstützung der Bundeskanzler-Willy-Brandt- Stiftung, des Bundes und der DSD hochwertig instandgesetzt werden. Mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ wird damit auch nach den Baumaßnahmen an vorbildlichen Projekten das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale sichtbar bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren.  

 

Langfassung: Am Freitag, den 18. Dezember 2009, dem Geburtstag Willy Brandts, überbringen Regina M. Fischer vom Ortskuratorium Lübeck der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) und Dr. Robert Knüppel vom Vorstand DSD um 12.00 Uhr eine Bronzetafel für das restaurierte ehemalige Amtshaus der Junker- und Zirkelkompanie in Lübeck in der Königstraße 21 an Annette Borns, Kultursenatorin der Hansestadt Lübeck. Mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ wird auch nach den Baumaßnahmen an vorbildlichen Projekten das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale sichtbar bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren. Das Haus konnte nach wechselvoller Geschichte und zuletzt längerem Leerstand durch die gemeinsame finanzielle Unterstützung der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung, des Bundes und der DSD mit der interessanten, auf Öffentlichkeit abzielenden Nutzung hochwertig instandgesetzt werden. Dabei konnten erstaunlich viele Befunde im Haus gesichert werden. Die heutigen Ausstellungsräume des Willy Brandt Hauses wurden vor zwei Jahren feierlich eröffnet, im ersten Obergeschoss, dessen Restaurierung die DSD gefördert hat, hat das Denkmalamt der Stadt seinen Sitz gefunden.

 

Das Gebäude Königstraße 21 befand sich seit 1479 im Besitz der exklusiven Junker- und Zirkelkompanie. 1580 bis 1584 wurde es unter Beibehaltung der ursprünglichen Brandwände mit der typischen Aufteilung mit Vorderhaus und einem Seitenflügel neu errichtet. Das Vorderhaus betrat man wie üblich über eine sieben Meter hohe Diele mit offener Feuerstelle, Wendeltreppe und Dornse, der Schreibstube in Kaufmannshäusern. Der nur eingeschossige Seitenflügel besaß das Festgemach mit einer Ausstattung des Bildschnitzers Tönnies Evers.

 

Das Amtshaus wurde kurz vor der Auflösung der Kompanie Ende des 18. Jahrhunderts in der heutigen Form umfassend umgebaut. Das zweieinhalbgeschossige Giebelhaus besitzt eine noble fünfachsige Putzfassade im Zopfstil. Das Erdgeschoss ist mit einer Rustika versehen und wird durch Ecklisenen und einen angedeuteten Mittelrisalit gegliedert. Der horizontale Abschluss erfolgt durch eine  Galerie in Form einer Attika über dem Kranzgesims. Eine Gruppe allegorischer Figuren schmückt den Giebel. Die Plastiken stammen von Dietrich Jürgen Boy, einem hervorragenden Bildhauer der Zeit, von dem auch die Figuren der Puppenbrücke stammen. Der Charakter des Hauses wird im Inneren durch eines der stattlichsten Treppenhäuser Lübecks bestimmt. Spätere Umbauten führten zu Verlusten bei der Ausstattung und der Struktur der Zeit des Zopfstils. In einigen Räumen konnte die historische Ausstattung aber nach erfolgter Restaurierung wieder erlebbar gemacht werden.

 

Das ehemalige Amtshaus in Lübeck, bei dem die DSD von 2006 bis 2008 mit einer Million Euro insbesondere die Herrichtung und Restaurierung des Obergeschosses gefördert hat, ist eines von über 110 Projekten, die die private Bonner Denkmalschutz-Stiftung allein in Schleswig-Holstein dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, fördern konnte. Aus den Erträgnissen der GlücksSpirale werden jährlich bundesweit Projekte aus den Bereichen Wohlfahrt, Sport und Denkmalpflege mit rund 50 Millionen Euro gefördert. In Lübeck wird die Arbeit der Stiftung durch ein ehrenamtlich tätiges Ortskuratorium unter der Leitung von Regine M. Fischer und Ulrike Scholz unterstützt.

 

Bonn, den 15. Dezember 2009/Schi

 

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