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Fortschrittlich-expressives Konzept bleibt bestehen

Ortskurator überbringt Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für die Epiphaniaskirche in Bochum

Kurzfassung: Einen Fördervertrag über 10.000 Euro für die anstehenden Restaurierungsarbeiten an der Epiphaniaskirche in Bochum überbringt am 2. Juni 2010 um 12.00 Uhr vor Ort Wolfgang D. Drüll, Ortskurator Bochum der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), an Pfarrer Karl-Heinz Gehrt. Die Epiphaniaskirche in Bochum ist eines von über 250 Projekten, die die private Bonner Denkmalschutz-Stiftung dank individueller Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte. Weitere denkmalgeschützte Projekte der Moderne, deren Erhalt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert, sind der Butzweiler Hof in Köln, das Universum Kino in Bünde oder das Eisenbahnausbesserungswerk in Mühlheim an der Ruhr.

 

Langfassung: Mit einer besonderen Gabe kommt Wolfgang D. Drüll am Mittwoch, den 2. Juni 2010 um 12.00 Uhr in die Bochumer Epiphaniaskirche in der Dorstener Straße 263, deren Name an die Offenbarung Christi vor den Heiligen Drei Königen erinnert. Der Ortskurator Bochum der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) überbringt einen Fördervertrag über 10.000 Euro an Pfarrer Karl-Heinz Gehrt, damit die anstehenden Restaurierungsarbeiten an Türen, Wänden und Fenstern des Gotteshauses – einschließlich des Rosettenfensters - zügig voranschreiten können.

 

Ein Konflikt innerhalb der Gemeinde Hamme führte 1895 zur Gründung der Epiphaniaskirchengemeinde, die sich 1928 der altlutherischen Kirche in Preußen anschloss. 1929 begann der Bau des eigenen Gemeindezentrums, ein Ensemble des Bochumer Architekten Wilhelm Tiefenbach, das aus Kirche, Turm, Pfarrhaus und einem unter der Kirche angeordneten Gemeindesaal besteht. Die Eisenbetonkonstruktion der Anlage wurde in expressionistischen Formen rot verklinkert.

 

Langhaus und Chor der Kirche gliedern schmale farbige Fensterbahnen, die Stirnseite belichtet ein Rundbogenfenster. Den Kirchenraum prägen die dreiseitig umlaufenden, ausschwingenden Empore, die gegenüber dem Chor von einer Schuke-Orgel eingenommen werden. Eine über den Emporen herabgestufte Flachdecke schließt den Raum. Die Emporenkirche mit ihrem Saal im Sockelgeschoss ist im Vergleich zum massig dunklen wirkenden Außenbau durch die Hochrechteckfenster hell und licht.

 

Auf der Südostecke des Ensembles erhebt sich auf quadratischem Grundriss der 29,5 Meter hohe Turm, dessen Südwestecke um ein Geschoss höher ist und von einem stählernen Kreuz bekrönt. Den Turm prägen schlitzartige vertikal angeordnete Fenster unter gereihten, hochrechteckigen Schallöffnungen. Der zweieinhalbgeschossige Wohntrakt gliedert sich nordöstlich an die Kirche an. Trotz mancher Kriegsschäden und der damit verbundenen Veränderungen hat sich das fortschrittliche, expressive Konzept der Baugruppe erhalten. Die Epiphaniaskirche wurde  gerade am 30. Mai als erste Autobahnkirche in einer Großstadt eröffnet.

 

Die Epiphaniaskirche in Bochum ist eines von über 250 Projekten, die die private Bonner Denkmalschutz-Stiftung dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte. Der Kirchenbau zählt zu den herausragenden Kirchenbauten der 1920er Jahre. Weitere denkmalgeschützte Projekte der Moderne, deren Erhalt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert, sind der Butzweiler Hof in Köln, das Universum Kino in Bünde oder das Eisenbahnausbesserungswerk in Mühlheim an der Ruhr.

www.ekir.de/evangelisch2010/383.0.html

 

Bonn, den 01. Juni 2010/Schi

 

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