Aus den zahlreichen Bewerbungen um die Teilnahme an "denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule", dem Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, wurden am 15. Juni durch eine Jury 79 Schulen aus 13 Bundesländern ausgewählt, deren Projekte mit jeweils rund 2.000 Euro gefördert werden.
"Denkmale sind wichtige Zeugnisse unserer Geschichte. Sie für die Zukunft zu erhalten, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Sensibilisierung von jungen Menschen für die Bedeutung und den Wert von Kulturdenkmalen ist folglich ein zentrales Anliegen – und wo könnte das besser gelingen als in der Schule", sagt Dr. Wolfgang Illert, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die das Schulprogramm 2002 unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission ins Leben gerufen hat.
Mit "denkmal aktiv" fördert die Stiftung schulische Projekte zu den Themen kulturelles Erbe und Denkmalschutz. Ob im Unterricht, in Form von Schul-AGs oder als Ganztagsangebot – Schulen, die an "denkmal aktiv" teilnehmen führen Projekte zu einem Kulturdenkmal in ihrer Region durch. Was ist ein Denkmal und warum? Was erzählt es mir von den Menschen, die hier gelebt, gelernt, gearbeitet oder ihre Freizeit verbracht haben? Was erfahre ich über Baumaterialien und handwerklichen Techniken? Was kann ich zu Pflege und Erhalt beitragen? Das sind Fragen, denen die Schülerinnen und Schüler nachgehen.
"Wir freuen uns sehr über das große Interesse an unserem Schulprogramm und sind überrascht über die inhaltliche Vielfalt." Die Themen, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler im kommenden Schuljahr beschäftigen, reichen von mittelalterlichen Sakralbauten, Bauten für Handel und Verkehr, Bildstöcke und Wegekreuze, bauliche Zeugnisse der Industrialisierung, bis hin zu städtebaulichen Ensembles. "Bemerkenswert ist, dass häufig auch die Architektur der 1950er Jahre Gegenstand der Betrachtungen ist", so Jury-Mitglied Wolfgang Illert.
Finanziert wird "denkmal aktiv" außer von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz von Beiträgen der Kooperationspartner: den Kultur- bzw. Bildungsministerien von Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen, dem Ministerium für Bauen und Verkehr NRW, dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, der Klosterkammer Hannover, dem LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, dem LWL-Amt für Denkmalpflege in Westfalen sowie der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.
Weitere Informationen für Pressevertreter:
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Dr. Susanne Braun Tel. 0228/36885-987, Fax 36885-947,
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Internet: www.denkmal-aktiv.de
Bonn, den 24.06.2010