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Langhauspfeiler von St. Georg werden instand gesetzt

Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutzüberbringt Fördervertrag in Nördlingen

Kurzfassung: Dr. Bernt von Hagen, Ortskurator Augsburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), überbringt am 19. Juli 2010 um 14.30 Uhr im Beisein von Beatrix Numberger von Lotto Bayern einen zweiten Fördervertrag. Das Dokument über 50.000 Euro für die Restaurierungsarbeiten an der Georgskirche in Nördlingen erhält Oberbürgermeister Hermann Faul. Die Stadtpfarrkirche St. Georg ist somit eines von rund 150 Projekten, die die vor 25 Jahren gegründete Bonner Denkmalschutz-Stiftung dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte, darunter im Landkreis Donau-Ries Schloss Harburg, die ehemalige Synagoge in Hainsfarth und das Ziegesar’sche Gartengut in Nördlingen.

 

Langfassung: Über 20 Jahre dauerte die Sanierung des Chors der Stadtpfarrkirche St. Georg in Nördlingen im Landkreis Donau-Ries. Nun wird seit 2006 das gesamte Langhaus mit dem „Daniel“ genannten Westturm saniert. Die Arbeiten dort unterstützte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 2007 zum ersten Mal. Nun überbringt Dr. Bernt von Hagen, Ortskurator Augsburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), am Montag, den 19. Juli 2010 um 14.30 Uhr vor Ort im Beisein von Beatrix Numberger von Lotto Bayern einen zweiten Fördervertrag, das Dokument über 50.000 Euro für die weiteren Restaurierungsarbeiten erhält Oberbürgermeister Hermann Faul. Neben der DSD beteiligen sich auch die Bayerische Landesstiftung, das Land und die Landeskirche, der Landkreis und der Bezirk Schwaben an der Instandsetzung zweier Langhauspfeiler.

 

Der dreischiffige Hallenbau der Stadtkirche St. Georg in Nördlingen zählt zu den bedeutendsten spätgotischen Sakralbauten Süddeutschlands. Die Grundsteinlegung erfolgte 1427, 1451 wurde der Chorbau vollendet. Drei Jahre später begannen die ersten Fundamentarbeiten am schließlich 1490 vollendeten Westturm. Die Fertigstellung des gesamten Dachwerks konnte Wilhelm Kreglinger bis 1470 bewerkstelligen. Nach der Einwölbung von 1497 bis 1499 unter Leitung von Burghard Engelberg konnte 1505 die Vollendung des Kirchenbaus gefeiert werden.

 

Die dreischiffige Hallenkirche mit ihrem 90 Meter hohen Westturm „Daniel“ steht im Zentrum der mittelalterlichen Altstadt am Schnittpunkt von fünf Hauptstrassenachsen. Der „Daniel“ ist zugleich das Wahrzeichen von Nördlingen und die Landmarke des Rieses. Als Baumaterial wurde hauptsächlich der vor Ort gefundene Suevit verwendet, der vor 14 Millionen Jahren durch einen Meteoriteneinschlag entstand.

 

Aufgrund gravierender Schadensbilder musste der „Daniel“ bereits Ende der 1960er Jahre eingerüstet werden. Die Sanierung dauerte von 1971 bis 1983. Im gleichen Jahr begannen die Arbeiten am Chor, die 2003 abgeschlossen wurden. Seither wird die Instandsetzung des teils akut gefährdeten Langhauses sowie die Sanierung des Turmumgangs durchgeführt. Weil der Suevit aufgrund seiner besonderen Zusammensetzung leicht verwittert, verwendete man schon bei der Sanierung des „Daniel“ für die Erneuerung der schadhaften Partien einen Betonvorsatz mit zerkleinertem Suevit als Zuschlag, der im Anschluss von den Steinmetzen überarbeitet wurde und von den Originaloberflächen kaum zu unterscheiden war. Doch auch hier erwies sich der Beton unzureichend resistent gegen die schädlichen Umwelteinflüsse, so dass sich ein anderes Konzept durchsetzte. Nun werden die Ausbesserungen mit dem sogenannten Schönbrunner Mainsandstein durchgeführt.

 

St. Georg in Nördlingen ist eines von rund 150 Projekten, die die vor 25 Jahren gegründete Bonner Denkmalschutz-Stiftung dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte, darunter im Landkreis Donau-Ries Schloss Harburg, die einstige Synagoge in Hainsfarth und das Ziegesar’sche Gartengut in Nördlingen.

 

Bonn, den 15. Juli 2010

 

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