Kurzfassung: Am 9. September 2010 überbringt Roswitha Chéret, Ortskuratorin Zweibrücken der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), um 18.00 Uhr eine Bronzetafel für die evangelische Kirche in Minfeld im Landkreis Germersheim an Pfarrer Volker Janke. Mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ wird so auch nach Abschluss der geförderten Baumaßnahmen an vorbildlichen Projekten das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale sichtbar bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die Minfelder Kirche ist eines von über 100 Denkmalen, die die vor 25 Jahren in Bonn gegründete Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Rheinland-Pfalz fördern konnte.
Langfassung: Am Donnerstag, den 9. September 2010 überbringt Roswitha Chéret, Ortskuratorin Zweibrücken der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), um 18.00 Uhr eine Bronzetafel für die evangelische Kirche in Minfeld im Landkreis Germersheim an Pfarrer Volker Janke. Mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ wird so nach Abschluss der geförderten Baumaßnahmen an vorbildlichen Projekten das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der Rentenlotterie von Lotto sichtbar bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren.
Die protestantische Kirche von Minfeld, ein romanischer Saalbau aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts, liegt an einer Hangkante am Ortsrand des kleinen Straßendorfes in der ländlich geprägten Südpfalz. An das Kirchenschiff schließt sich östlich der Turm an. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde eine Sakristei und zwei Seitenkapellen mit unsymmetrischen Netzgewölben und zum Langhaus hin geöffneten Spitzbögen angebaut, während der ursprünglich flach gedeckte Chor zwei Kreuzrippengewölbe erhielt. Im Inneren der Kirche finden sich Malereien aus verschiedenen Bauphasen. Die Darstellung des Heiligen Martin zu Pferde an der östlichen Chorbogenwand stammt noch aus der Erbauungszeit. Die Malereireste an der westlichen Chorbogenwand werden auf die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts datiert. Bei der Verbreiterung des Triumphbogens im 16. Jahrhundert wurden sie beschädigt und erst zwischen 1932 bis 1936 wieder freigelegt. Weitere Malereireste aus dem 15. Jahrhundert befinden sich am Chorgewölbe und an der Südwand. Eine komplette figürliche Ausmalung der gesamten Raumschale entstand analog zu den Umbauarbeiten um 1500. Dabei überputzte bzw. entfernte man ältere Malereien. 1617 wurden die Wandmalereien erneut übertüncht und durch eine Architekturfassung ersetzt. Heute zeigen die an der Westwand des Chorbogens bewahrten Bilder im oberen Teil die Anbetung der Könige, die Taufe und die Versuchungen Jesu, in der Mitte die Auferstehung, Jesu Begegnung mit Maria Magdalena, die Himmelfahrt und die Ausgießung des Heiligen Geistes, schließlich im unteren Abschnitt die klugen Jungfrauen und die Auferstehung am jüngsten Tage.
Bei den letzten Freilegungen zwischen 1977 und 1982 hatte man die Malereien mit einem Kunstharzgemisch überzogen. Dieser vermeintliche Schutzfilm dunkelte jedoch in den Folgejahren stark ein und führte zu die Substanz gefährdenden Feuchteschäden. Mit sanften Lösungsmitteln und einem Skalpell mussten die Gemälde an der Chorwestwand Quadratzentimeter für Quadratzentimeter von der Kunstharzschicht befreit werden. Fehlstellen und verlorene Putzschichten wurden ergänzt bzw. neu fixiert, dabei in Farbigkeit und Struktur in das Gesamtbild integriert.
Die Minfelder Kirche ist eines von inzwischen über 100 Denkmalen, die die vor 25 Jahren in Bonn gegründete Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank privater Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Rheinland-Pfalz unterstützen konnte.
Bonn, den 6. September 2010/Schi