Kurzfassung: 12 stolze Preisträger des bundesweiten Fotowettbewerbes „Bitte lächeln, alte Stadt!“ zeichnen am 4. Oktober 2010 Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung, und Professor Dr. Gottfried Kiesow, Vorstandsvorsitzender der DSD, in Bonn aus. Aus drei Kategorien – Profifotografen, Hobbyfotografen, Schulen – wählten die neun Jurymitglieder aus fast 17.000 Beiträgen von 3.342 Teilnehmern jeweils vier Preisträger aus. Mit dem im Januar 2010 ausgelobten gemeinsamen Wettbewerb sollte die Auseinandersetzung mit dem baukulturellen Erbe gefördert werden. Die Preisverleihung ist gleichzeitig die erste Veranstaltung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in ihrer neuen Geschäftsstelle in der Schlegelstraße 1 in Bonn, der ehemaligen Bayerischen Landesvertretung (bis 1999), die 1955 von dem Architekten Sep Ruf gebaut wurde.
Langfassung: 12 stolze Preisträger des bundesweiten Fotowettbewerbes „Bitte lächeln, alte Stadt!“ zeichnen am 4. Oktober 2010 um 11 Uhr Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung, und Professor Dr. Gottfried Kiesow, Vorstandsvorsitzender der DSD, in Bonn aus. Die Preisverleihung ist gleichzeitig die erste Veranstaltung in der neuen Geschäftsstelle der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Bonn, zu der auch der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch ein Grußwort spricht.
"Ich freue mich über das enorme Interesse an unserem Wettbewerb. Die Schulen und Städte haben viele Veranstaltungen rund um unsere Aktion gemacht. Das zeigt, wie viel Interesse die Bürgerinnen und Bürger ihrer Stadt entgegen bringen. Die historischen Altstädte sind Heimat und Lebensmittelpunkt und für die Leute auch heute noch sehr wichtig. Die Bundesregierung investiert Milliardenbeträge in den Erhalt der Städte. Die Resonanz auf unseren Aufruf, einen genauen und privaten Blick auf die alten Städte zu werfen, bestätigt unsere Arbeit. Darüber freue ich mich auch persönlich. Ich gratuliere allen Preisträgern und danke allen, die am Wettbewerb teilgenommen haben!" sagte Ramsauer.
Der im Januar 2010 vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ausgelobte Fotowettbewerb wird in drei Kategorien vergeben: Profifotografen, Hobbyfotografen, Schulen. Im Oktober wählten die aus Experten der Bereiche Städtebau, Denkmalschutz und Fotografie bestehende Fachjury aus rund 17.000 Beiträgen von 3.342 Teilnehmern jeweils vier Preisträger, die Gutscheine für Fotoausrüstungen erhalten, sowie drei weitere Anerkennungen aus.
Mit dem gemeinsamen Wettbewerb sollte nicht nur die Schönheit der bundesdeutschen Altstädte dokumentiert, sondern die Auseinandersetzung der Bürger mit ihrem baukulturellen Erbe gefördert werden. Der Fotowettbewerb sollte für die Möglichkeiten sensibilisieren, die insbesondere der städtebauliche Denkmalschutz bei der Entwicklung der historischen Altstädte schafft. In dem gleichnamigen Bund-Länder-Programm konnte der Bund bis Ende 2009 rund 1,85 Milliarden Euro für den Erhalt von Gebäuden und Ensembles und die Sanierung und Wiederbelebung historischer Stadtstrukturen zur Verfügung stellen. Mit den Mitteln des Programms, das in den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung zum erfolgreichsten Förderprogramm in den östlichen Bundesländern zählte, werden inzwischen 317 Städte im gesamten Bundesgebiet unterstützt. Dauerhaft wird die Erhaltung einzelner Bauten aber auch ganzer Altstädte jedoch nur gelingen, wenn sich Bewohner und Besucher für sie als Teil ihrer eigenen Lebensqualität und Bereicherung des Alltags engagieren und begeistern.
Die Preisverleihung ist gleichzeitig die erste Veranstaltung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in ihrer neuen Geschäftsstelle in der Schlegelstraße 1 in Bonn, der ehemaligen Bayerischen Landesvertretung (bis 1999), die 1955 von dem Architekten Sep Ruf gebaut wurde. Mit dem heute unter Denkmalschutz stehenden Bürogebäude Rufs, der in Bonn auch den Kanzlerbungalow schuf, hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz im Jahr ihres 25-jährigen Bestehens ein neues Domizil gefunden. „Für eine Denkmalstiftung ist es naheliegend, in ein denkmalgeschütztes Gebäude zu ziehen. Dass es sich dabei um ein Gebäude der Nachkriegsarchitektur handelt, macht deutlich, dass auch sie inzwischen zu einem wichtigen Arbeitsfeld der Denkmalpflege geworden ist. Wir hoffen, dass die Schlegelstraße 1 in Bonn bald zum „Haus der Deutschen Stiftung Denkmalschutz“ wird, sagte Kiesow. Die wohl größte Bürgerinitiative für den Denkmalschutz erfüllt zwei Aufträge: bedrohte Kulturdenkmale zu bewahren und in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für den Denkmalschutz zu stärken, um möglichst viele Menschen zur Mithilfe zu gewinnen.
Die Bilder sind auch unter www.staedtebaulicher-denkmalschutz.de/ einzusehen.
Bonn, den 4. Oktober 2010/Schi