Kurzfassung: Am 18. Februar 2011 um 11.00 Uhr überbringt Dr. Ulrich Bollert, Ortskurator Saarland der DSD, für die Innensanierung der neogotischen Josephskapelle in Mettlach im Beisein von Direktor Jürgen Schreier von Saartoto einen Vertrag in Höhe von 20.000 Euro an Luitwin Gisbert von Boch-Galhau als Vertreter der Eigentümer. Der Familie gehört seit Ende des 19. Jahrhunderts die Josephskapelle, eines von 30 Denkmalen, die die private Denkmalschutz-Stiftung in Bonn seit ihrer Gründung 1985 allein im Saarland dank privater Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, fördern konnte. Dazu gehören auch der jüdische Friedhof in Saarwellingen, die Möllerhalle der Alten Schmelz in St. Ingbert und St. Wendelin in St. Wendel.
Langfassung: Nachdem die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 2007 und 2009 bereits die Fassadensanierung an der Josephskapelle in Mettlach im Landkreis Merzig-Wadern mit insgesamt 45.000 Euro unterstützt hat, überbringt am Freitag, den 18. Februar 2011 um 11.00 Uhr Dr. Ulrich Bollert, Ortskurator Saarland der DSD, nun im Beisein von Direktor Jürgen Schreier von der Saarland-Sporttoto GmbH für die Innensanierung der neogotischen Kapelle einen Vertrag in Höhe von 20.000 Euro an Luitwin Gisbert von Boch-Galhau als Vertreter der Eigentümer.. Damit können unter anderem die dispersionshaltigen Anstriche im Chorraum entfernt und die historischen Farbfassungen restauriert werden.
Die neogotische Kapelle St. Joseph ist eine bescheidene Nachbildung der hochmittelalterlichen Sainte Chapelle in Paris. Franz Georg Himpler entwarf sie 1864 zunächst als Kirche für das Schwestern- und Krankenhaus in Wallerfangen. Als das Krankenhaus umgebaut und schließlich verlegt wurde, übernahm die Familie von Boch-Galhau den Bau. Eugen von Boch und seine Frau Octavie ließen die Kapelle 1879 vorsichtig abtragen und 1882 unter Leitung des Architekten Carl Friedrich Müller im Klostergarten von Mettlach wieder errichten. Seither dient sie den barmherzigen Schwestern des Heiligen Carl Borromäus als Gotteshaus und als Familienkapelle.
Die Wände der turmlosen Kapelle sind durch doppelbahnige Spitzbogenfenster mit Sechspässen fast vollständig geöffnet. Die Außenfassaden gliedern die hoch aufragenden Strebepfeiler. Den Dachansatz verschleiert eine Maßwerkgalerie, zwischen die die Strebpfeiler bekrönenden Fialen gespannt sind. Der hohe, fünfachsige Saal ist aufwendig in neugotischen Formen gestaltet und auch im Inneren repräsentativ ausgestattet.
Durch Feuchteschäden entstanden in den letzten Jahrzehnten erhebliche Bauschäden. Einige Fialspitzen mussten bereits abgebaut werden, da Absturzgefahr bestand. 2003 startete die Familie die Renovierung des Kleinods mit der Dachsanierung, es folgten in mehreren Bauabschnitten die Fassaden und nun werden die Restaurierungsarbeiten im Inneren fortgesetzt. Die Josephskapelle in Mettlach ist eines von 30 Denkmalen, die die private Denkmalschutz-Stiftung in Bonn seit ihrer Gründung 1985 allein im Saarland dank privater Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, fördern konnte. Dazu gehören auch der jüdische Friedhof in Saarwellingen, die Möllerhalle der Alten Schmelz in St. Ingbert und St. Wendelin in St. Wendel.
Bonn, den 14. Februar 2011