27.04.2006
Neuer Fördervertrag dank der Lotterie GlücksSpirale
Kurzfassung: Gerhard Eichhorn, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, unterzeichnet gemeinsam mit Oberbürgermeister Stefan Mikulicz am 27. April im Wertheimer Rathaus einen weiteren Fördervertrag über 190.000 Euro. Nachdem am 9. April das Wertheimer Schlösschen festlich eröffnet werden konnte, soll nun auch noch der Eicheler Hofgarten instand gesetzt werden. Das Schlösschen im Eicheler Hofgarten ist damit eines der über 100 Projekte, die in Baden-Württemberg dank der GlücksSpirale durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gefördert werden konnten. Die in Bonn ansässige private Denkmalschutz-Stiftung ist seit 1991 Destinatär der erfolgreichen Fernseh-Lotterie.
Langfassung: Gerhard Eichhorn, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, unterzeichnet gemeinsam mit Oberbürgermeister Stefan Mikulicz am 27. April 2006 im Wertheimer Rathaus einen weiteren Fördervertrag über 190.000 Euro. Nachdem am 9. April das Schlösschen im Eicheler Hofgarten festlich eröffnet werden konnte, soll nun auch noch der Park selber mit den Einfriedungsmauern instand gesetzt werden .
Graf Ludwig von Löwenstein-Wertheim-Virneburg ließ 1777 an einem Hang des Mainufers bei Wertheim einen Barockgarten anlegen, der sich über mehrere Terrassen hinaufzieht. In diesem Eicheler Hofgarten entstand gleichzeitig ein Gartenpalais im aufwendigen Rokoko-Stil. Der verputzte Fachwerkbau bestand aus einem kleinen Festsaal im Obergeschoss und einer Orangerie im rückwärtigen Gebäudeflügel.
Mit der Umwandlung des Barockgartens 1816 in einen englischen Landschafts-garten unter Georg zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg wurde der Park gleichsam vervierfacht. Damit rückte das Schlösschen und die Orangerie des Palais, die gleichzeitig in einen großzügigen Festsaal verwandelt wurde, in die Randlage. Im verglasten Festsaal der Orangerie wurden die schmalen Flächen zwischen den Fenstern mit Stuckpilastern geschmückt. Auf dem Gartengelände entstanden zahlreiche zusätzliche Baulichkeiten wie Pavillons, Tempelchen, Bänke und Brunnen, die die damals noch vorhandene Georgskapelle und das schon zum Barockgarten gehörende Gärtnerhaus ergänzten.
Nach 1916 kam es durch die Errichtung der neogotischen Grabkapelle für Prinzessin und Prinz Wilhelm zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg zur letzten Umgestaltung des Parks. Diese letzte, gut dokumentierte Fassung des Parks soll nun wieder als Bürgerpark und für die Naherholung der Wertheimer Bürger zurückgewonnen werden.
Der Eicheler Hofgarten ist damit eines der über 100 Projekte, die in Baden-Württemberg dank der GlücksSpirale durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gefördert werden konnten. Die in Bonn ansässige private Denkmalschutz-Stiftung ist seit 1991 Destinatär der erfolgreichen Fernseh-Lotterie. Bundesweit konnte sie seit ihrer Gründung 1985 aus den Erträgnissen der GlücksSpirale, privaten Spenden und zeitweisen öffentlichen Zuwendungen bisher über 370 Millionen Euro für den Erhalt von mehr als 3.000 Denkmalen zur Verfügung stellen.
Bonn, den 27. April 2006/Schi