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Eine Burg wird aus dem Koma geholt

Die Freitreppe des Treppenturms ist nicht begehbar.
Die Freitreppe des Treppenturms ist nicht begehbar.

An der Ilm entlang von Weimar nach Apolda fahrend, nimmt der Reisende schon von weitem den hohen Bergfried wahr, der das thüringische Dorf Denstedt, nur 7 km von Weimar gelegen, überragt.

 

Viele Jahre stand die Burg Denstedt, deren Kern noch aus dem 13. Jahrhundert stammt, leer. Erst nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen, einen geeigneten Investor für dieses Projekt zu finden, ersteigerten 2001 zwei Ärzte aus Bayern die imposante Burganlage. Die neuen Besitzer haben einen ehrgeizigen Plan. Sie wollen ein Gesundheitszentrum einrichten, ohne jedoch in den historischen Baubestand der Burg einzugreifen. Auch auf Seiten der Denkmalpflege trifft das neue Nutzungskonzept wegen des sehr behutsamen Umgangs mit der historischen Bausubstanz auf große Zustimmung.

 

Doch zunächst müssen die immensen Schäden behoben werden. Seit dem 19. Jahrhundert wurde die Anlage landwirtschaftlich genutzt, mit der Enteignung des letzten Besitzers ging es nach 1945 an das benachbarte volkseigene Gut Schöndorf über. Der Bau wurde stark vernachlässigt. Im Saalbau mit noch zum Teil erhaltenen Holzbalkendecken aus der Renaissance und Resten von Wandmalereien aus dem Rokoko, lagerte das Getreide zeitweise meterhoch. Dies hat seine Spuren hinterlassen. Und auch das undicht gewordene Dach ließ über viele Jahre Regenwasser einsickern, was zu erheblichen Feuchtigkeitsschäden führte.

 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz konnte bereits einen Teil des Dachstuhls instand setzen. Und auch der Treppenturm sowie die Gerichtsbarkeit konnten in den vergangenen Jahren saniert werden. Doch es gibt noch viel zu tun. Burg Denstedt muss von noch vielen Bauschäden kuriert werden, bevor sich die ersten Patienten in der schönen Umgebung des Weimarer Lands erholen können.

 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz möchte weiterhin bei der Sanierung der Burganlage helfen. Eine Umsetzung des geplanten Umnutzungskonzeptes würde nicht zuletzt auch strukturstärkend auf die gesamte Region wirken. Machen Sie zusammen mit uns den neuen Eigentümern Mut, in ihrem großen persönlichen und finanziellen Engagement nicht nachzulassen und die Burganlage von Denstedt zu retten. Wir sind auf Ihre Spenden angewiesen.

 

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