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Die Alte Dreherei in Mülheim an der Ruhr
© R. Rossner, BonnDie Alte Dreherei in Mülheim an der Ruhr

Alte Dreherei in Mülheim an der Ruhr

Die Rheinische Eisenbahn baute 1874 ihr Wartungswerk für Lokomotiven und Güterwagen in Mülheim an der Ruhr. Ein Teil dieser Anlage war die Alte Dreherei, sie ist das älteste erhaltene Gebäude des Ausbesserungswerks.

Das private Unternehmen der Eisenbahn wurde bald von der Preußischen Staatsbahn übernommen. Schon bald wurde die Anlage zu klein, daher verlegte man einige Arbeiten in ein anderes Werk. In Mülheim blieben nur noch die Dampfloks. Nachdem 1909 erneut Platzmangel herrschte, verlängerte man die Halle um 70 Meter. In der dreischiffigen Backsteinhalle mit Rundbogenfenstern und dem Stufenfries ist bis heute noch die Dachkonstruktion aus der Erbauungszeit erhalten. Die vielteilige hölzerne Hängewerk-Konstruktion des ursprünglichen Baus, die auf Stahlstützen sitzt, trug in erster Linie die tonnenschweren Maschinenteile aus Stahl. Mitte des 20. Jahrhunderts, als die Dampfloks ausgedient hatten, wurde der Betrieb in Mülheim stillgelegt.

Wie in einer Kathedrale: Das Innere des Werks
© R. Rossner, BonnWie in einer Kathedrale: Das Innere des Werks

Neue Aufgaben für die Alte Dreherei

2007 wurde das Gebäude von den Mitgliedern verschiedener Ruhrgebietsvereine ersteigert. Sie gründeten einen Trägerverein für das zukünftige "Haus der Vereine". Die Vereinsmitglieder möchten nun so schnell wie möglich mit den Restaurierungsarbeiten beginnen, denn sie haben den Plan, die Räumlichkeiten sehr bald wiederzubeleben. Hier sollen zukünftig Eisenbahnmodelle gezeigt werden, in Ausstellungen sollen der Rassegeflügelzuchtverein seine Vögel und die Oldtimerfreunde ihre original erhaltenen Fahrzeuge dauerhaft präsentieren können. Bereits 2008 befreiten die Mitglieder des Trägervereins die Halle von Efeu und Schutt, sie errichteten an einsturzgefährdeten Bindern Sicherungsstützen und deckten die größten Löcher im Dach ab. Der Ablauf der Restaurierung steht auch schon fest: Die höchste Priorität gilt dem Dach und den verfaulten Hölzern des Dachstuhls, dann sollen die Fensterfassungen entrostet, grundiert und neu verglast werden. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt das Vorhaben für das "Haus der Vereine", doch das zur Verfügung gestellte Geld wird nicht ausreichen.

 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz möchte dabei helfen, dem "Haus der Vereine" ein historisches Zuhause zu geben. Helfen Sie uns mit Ihrer Spende!

 

 

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