Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Spenden & HelfenProjekteTermineBücher & mehrJugendDie Stiftung

Auftrag und Geschichte

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wurde 1985 gegründet. Aufgabe der privaten Stiftung sollte es sein, bedrohte Baudenkmale zu retten, instand zu setzen und einer denkmalgerechten Nutzung zuzuführen. Doch mit der Öffnung der Grenzen 1990 wuchs der noch jungen Stiftung eine viel größere Aufgabe zu. Unzählige Dorfkirchen und Schlösser, Bürgerhäuser und Stadtmauern – ganze Kulturlandschaften – standen in den östlichen Bundesländern vor dem Verfall. Vielen Menschen wurde die dramatische Lage bewusst und eine überwältigende Spendenwelle kam ins Rollen.

So ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz heute die größte Bürgerinitiative für Denkmalpflege in Deutschland und hat zwei Aufgaben: bedrohte Kulturdenkmale zu bewahren und für den Gedanken des Denkmalschutzes zu werben, um möglichst viele Bürger zur Mithilfe zu gewinnen.

 

Die Förderkriterien der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Dorfkirche Schöngleina vor der Restaurierung
Die Dorfkirche von Schöngleina vor der Restaurierung

Die Stiftung tritt dort ein, wo staatliche Mittel nicht oder nicht ausreichend zur Verfügung stehen. Dieses Ziel ist in Zeiten immer knapper werdender öffentlicher Etats mehr als jemals zuvor eine gemeinschaftliche Herausforderung. Die Mittel der Stiftung kommen Bürgerhäusern ebenso zugute wie Dorf-, Stadt- und Klosterkirchen, technischen Denkmalen ebenso wie Schlössern, Burgen und Herrenhäusern, Parkanlagen ebenso wie Stadtmauern und archäologischen Grabungen. Vorausgesetzt, die Projekte sind nach den gesetzlichen Kriterien anerkannte Denkmale. Die wichtigsten Faktoren für die Vergabe der Fördermittel sind die akute Gefährdung eines Denkmals sowie dessen kulturgeschichtliche Bedeutung, aber auch das Engagement des Denkmalbesitzers. Die zahlreichen an die Stiftung gerichteten Anträge begutachtet die Wissenschaftliche Kommission im Rahmen des vom Vorstand beschlossenen Haushalts.

 

Die finanziellen Förderungen der Stiftung ergänzen die staatliche Förderung, sie ersetzen sie nicht. Sie wollen Bund und Länder nicht aus ihrer Verantwortung entlassen. Deshalb fließen die Mittel vorrangig in die Erhaltung und Wiederherstellung von Denkmalen, die sich im Besitz von gemeinnützigen Einrichtungen, Kirchengemeinden, Kommunen oder Privatpersonen befinden. Oft wirken die Mittel der Stiftung als Initialzündungen und setzen zusätzliche Geldquellen frei.

Öffentlichkeitsarbeit für den Denkmalschutz

Die Dorfkirche von Schöngleina nach der Restaurierung
Die Dorfkirche von Schöngleina nach der Restaurierung

Gemeinsam mit vielen Bürgern ist es der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bisher gelungen, über 3.600 Baudenkmale zu retten und zu bewahren. Mehr als 190.000 Förderer vertrauen der Stiftung ihre Spenden an. Die Sensibilisierung für den Denkmalschutz ist der zweite wichtige Auftrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. So koordiniert die Stiftung den bundesweiten Tag des offenen Denkmals, der jedes Jahr im September stattfindet. Dieser Beitrag zu den European Heritage Days ist mit 7.000 geöffneten Bauwerken und mehr als vier Millionen Besuchern inzwischen zu einer der größten Kulturveranstaltungen in Deutschland avanciert. Informativ und unterhaltsam berichtet die Stiftung mit der Zeitschrift Monumente regelmäßig ihren Förderern, was mit ihren Spenden geschieht. Themenbezogene Monumente-Reisen ermöglichen es, sich vor Ort über die Projektarbeit berichten zu lassen.

Jugend und Denkmalschutz

Jugendliche erleben Denkmalschutz hautnah
Jugendliche erleben Denkmalschutz "hautnah"

Junge Menschen zu einer intensiveren Beschäftigung mit dem kulturellen Erbe zu bewegen, ist der Stiftung ein besonderes Anliegen. So hat sie 2002 die Aktion "denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule" ins Leben gerufen. Über 12.000 Schüler zählt das bundesweite Netzwerk. Sie setzen sich während eines Schuljahrs mit Kulturdenkmalen vor Ort auseinander, helfen bei Restaurierungs- oder Dokumentationsmaßnahmen, lernen Denkmalschutz "hautnah" kennen. Darüber hinaus sind Jugendbauhütten ein in zwölf Städten laufendes Erfolgsmodell, das jungen Erwachsenen die Augen für altes Handwerk und historische Gebäude öffnet. Im Rahmen eines freiwilligen Jahrs kann man hier erste Kenntnisse und Fertigkeiten im Denkmalschutz erwerben und sich beruflich orientieren.

 

Projekte für den Denkmalschutz

Im ZDF wirbt die Sendung "Bürger, rettet Eure Städte" vier mal im Jahr für den Denkmalschutz, der Deutschlandfunk hilft mit hochkarätigen Benefizkonzerten der Reihe "Grundton D" bei der Rettung bedrohter Baudenkmale. Die DenkmalAkademie, das Handwerkszentrum in Görlitz oder der Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege schaffen Kontakt zwischen Eigentümern, Bauherren, Architekten, Handwerkern, Verwaltungen und anderen Partnern. All diese Initiativen vermitteln, dass Denkmalschutz Menschen zusammenbringt, Generationen verbindet und Zukunftsperspektiven bietet.

St. Georgen in Wismar
Die Kirche St. Georgen in Wismar

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz blickt auf 25 erfolgreiche Jahre zurück. Dennoch stehen wir in ganz Deutschland durch die drastische Kürzung öffentlicher Mittel, durch Personaleinsparungen in den Denkmalämtern, durch die Folgen der demografischen Entwicklung und des Strukturwandels vor großen Herausforderungen. Gegenwärtig erreichen die Stiftung so viele Hilferufe wie nie zuvor. Oft stehen wertvolle Bauten vor dem Verfall, für unzählige Denkmale ist auch die kontinuierliche Pflege nicht mehr gewährleistet, im Osten wie im Westen.

 

Immer weniger wird man sich in Zukunft bei der Rettung und Bewahrung des kulturellen Erbes auf den Staat, die Kommunen und die Kirchen verlassen können. Mehr denn je ist unsere Gesellschaft auf den Gemeinsinn ihrer Bürger angewiesen. So, wie der kulturelle Reichtum unseres Landes durch das Zusammenwirken Vieler entstand, so wird auch die große Aufgabe der Bewahrung dieses kostbaren Erbes nur gemeinsam zu bewältigen sein. Daher unsere Bitte:

Helfen auch Sie! Der Baukunst zuliebe.

Spenden Sie Online