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Europäische Route der Backsteingotik

Für drei Jahrhunderte dominierte die Hanse den Handel und das Leben an der Ostsee. Hier lag das Zentrum der europäischen Wirtschaft im Mittelalter. Die Zeugen des Reichtums und der Macht dieser Ära blieben erhalten: Klöster und Rathäuser, Stadttore, Wallanlagen sowie eindrucksvolle Kirchen und Kathedralen. Sie sind die historischen Symbole geistlicher und weltlicher Stärke des Mittelalters. Das an der Ostsee bevorzugte Baumaterial dieser Zeit, der Backstein, prägt noch heute das Bild der Bauwerke und Städte entlang der Küste. Die häufig reich gegliederten Backsteingiebel geben den Hansestädten einen markanten Charakter. Die mächtigen Türme bilden unübersehbare Landmarken in der flachen Landschaft und waren zu ihrer Entstehungszeit auch eine Orientierungshilfe für die Seefahrer.

 

Diese Küstenstädte liegen relativ dicht beieinander und lassen sich auch vom Individualreisenden in idealer Weise miteinander verknüpfen. Bedeutende Bauten, wie gut erhaltene gotische Stadtmauern oder die Innenstädte mit ihren bürgerlichen Giebelhäusern, gibt es in den größeren Hansestädten an der Ostseeküste. Aber auch in den kleineren Ortschaften und Dörfern im Landesinnern wartet eine Vielzahl reizvoller Dorfkirchen noch darauf, entdeckt zu werden.

 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat gemeinsam mit dem Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V. sowie dem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen die Vernetzung der europäischen "Perlen" der Backsteingotik wesentlich vorangetrieben. Das Projekt "Europäische Route der Backsteingotik" ist ein Modellvorhaben der europäischen Raumentwicklung vor dem Hintergrund der EU-Osterweiterung.

 

Die Route reicht von Schweden über Dänemark, Deutschland und Polen bis ins Baltikum, mit Partnerstädten in Litauen, Lettland und Estland. Über 20 Partnerstädte und Landkreise freuen sich auf die ersten Gäste, die sich auf die Spuren der europäischen Backsteingotik begeben. Dem Reisenden bietet sich die Möglichkeit, das eigene kulturelle Erbe in einer neuen, europäischen Dimension zu erfahren. Informationen zu den Ankerpunkten der Route gibt ein zukünftig mehrsprachiger Internetauftritt, ein einheitliches Informations- und Wegeleitsystem wird die Besucher auf der gesamten Route begleiten. Auch wenn die Entdeckung der Ostseeküste über die deutschen Grenzen hinaus für viele noch Neuland ist, darf man schon jetzt auf eine dynamische Region gespannt sein, die auch abseits der Strände viel zu bieten hat.

 

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Aktuelle Informationen zur Europäischen Route der Backsteingotik erhalten Sie unter www.eurob.org


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