

Sie ist weltweit die schnellste, einsatzfähige Dampflok ihrer Art und beeindruckt mit enormen Ausmaßen: die Treibräder messen im Durchmesser 2,30 Meter, ihr Gewicht beträgt 172 Tonnen. Mit über 25 Metern Länge ist die Dampflok 18 201 eine der Größten ihrer Art in Deutschland.
Um die Lok, die als Kulturdenkmal des Landes Sachsen-Anhalt eingetragen ist, auch in Zukunft unter Volldampf zu halten, startete Boogie-Pianist Axel Zwingenberger die Initiative "Rettet die 18 201". Im März 2006 errichteten Zwingenberger und seine Mitstreiter eine treuhänderische Stiftung unter dem Namen "Stiftung Dampflok 18 201" in der Obhut der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Ziel dieser Treuhandstiftung ist es, die bedeutende Dampflok zu pflegen, zu erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Im regulären Zugbetrieb wurde die Dampflok nur selten eingesetzt. Ihre Aufgabe bestand in erster Linie in Hochgeschwindigkeits-Testfahrten mit Reisezugwagen. Während einer solchen Probefahrt erreichte sie 1972 eine Geschwindigkeit von 182,4 km/h — den höchsten offiziell gemessenen Wert. Mit dem Aufkommen der Diesel- und Elektroloks in den 1980er Jahren neigte sich der Dienstbetrieb der "18 201" ihrem Ende zu. Für Repräsentations- und Museumsfahrten, wie z. B. bei der Vereinigungsfeier der Deutschen Bundesbahn (West) und der Deutschen Reichsbahn (Ost) zur Deutschen Bahn AG im Jahr 1994, war sie bis 1997 noch im Einsatz. Danach wurde es stiller um die "18 201". 1997 wurde sie aus dem Betrieb genommen.
Um die ehrwürdige Lokomotive wieder in Fahrt zu bringen, gingen Pianist Axel Zwingenberger und Christian Goldschagg 2001 mit der von ihnen gegründeten Dampf-Plus GmbH eine Kooperation mit dem damaligen Eigentümer der Lok, dem DB Museum, ein. Im Dampflokwerk Meiningen, wo die Lok einst gebaut worden war, wurde sie im Jahr 2001 instand gesetzt. Heute fährt die "18 201" wieder in ihrem originalen dunkelgrünen Anstrich.