Förderprojekte

Burg Eltz bei Münstermaifeld, Wierschem© Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Ein Denkmal ist mehr als ein Bauwerk aus Stein, Holz oder Beton. Historische Bauten sind ein Zeugnis unserer Geschichte, unserer Kultur und lebendige Orte der Erinnerung. Nicht umsonst erklärten die Menschen schon in der Antike ihre eindrucksvollsten Bauwerke zu "Weltwundern". 

Die gebauten Zeugnisse unserer Geschichte zu erhalten ist die Aufgabe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Sie setzt sich bundesweit für den Erhalt von Denkmalen aller Arten ein - vom denkmalgeschützten Segelflugzeug bis zur mittelalterlichen Burganlage.  

Mehr als 4.500 Denkmale konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe ihrer zahlreichen Freunde und Spender bereits fördern. In mehr als 220 treuhänderischen Stiftungen vertrauen private Stifter der Deutschen Stiftung Denkmalschutz dauerhaft die Pflege und Sicherung ihrer Herzens-Denkmäler an. 

Die Hilfe kommt Bürgerhäusern, Kirchen und Schlössern ebenso zugute wie technischen Bauten und archäologischen Stätten. 

Mehr zur Förderpolitik und dem Antragsverfahren finden Sie hier.

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Ehem. Verwalterhaus

Unterhalb der Burg Plesse liegt als deren Vorwerk die Domäne, also das Landgut, Eddigehausen. Dazu gehört auch das ehemalige Verwalterhaus. Das Gut dokumentiert die landesherrschaftlichen Strukturen nördlich von Göttingen vom Spätmittelalter bis ins frühe 19. Jahrhundert. Die Domäne bildete den Verwaltungsmittelpunkt der Herrschaft Plesse. Die Dynasten von Plesse, deren Stammburg oberhalb von Eddigehausen als Ruine erhalten ist, begaben sich 1477 unter hessische Lehnshoheit. Das Gebiet von Bovenden lag im Spannungsfeld zwischen den Landgrafen von Hessen im Süden und dem Fürsten Braunschweig-Calenberg im Norden. Nach Aussterben der Herren von Plesse zog Hessen die Herrschaft als heimgefallenes Lehen ein. Damit bildete das Amt bis zu seiner Aufhebung 1816 einen Teil des Territoriums von Hessen-Rotenburg. Nach Aufgabe der Burg Plesse im 17. Jahrhundert wurde der hessische Amtssitz nach Eddigehausen verlegt. Mitte des 18. Jahrhunderts erfolgte der Ausbau des Vorwerks zum Amtshof, der 1816 zur königlich-hannoverschen Domäne wurde. Das Vorwerk bestimmt die Ortsgestalt entscheidend. Die Anlage im Ortsmittelpunkt verfügt über eine streng symmetrischen Grundriss in Y-Form. Das frühere Verwalterhaus der Domäne stellt neben dem Torhaus das architektonisch bedeutendste Objekt der Anlage dar. Der einstöckige, langgestreckte Bruchsteinbau mit hohem Sockelgeschoss und Ecklisenen nimmt den Südflügel der Anlage ein. Doch Oberflächen- und Grundwasser führten zu Feuchtigkeitsschäden in Mauerwerk und Deckenkonstruktion. Türen und Fenster wiesen entsprechende Witterungs- und Gebrauchsspuren auf und begannen zu korrodieren. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz stand daher bei den Tischlerarbeiten für die Restaurierung der Fenster und Holzfußböden mit finanzieller Unterstützung zur Seite.

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