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Dorfkirche

Die Dorfkirche von Pessin ist die älteste Kirche des Westhavellands. Sie bildet mit dem ehemaligen Herrenhaus der Familie von Knobloch den Mittelpunkt des Orts. Bei der Kirche handelt es sich um einen stattlichen Saalbau mit mächtigem Westquerturm, der im Kern noch aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts stammt. Das Kirchenschiff wurde 1739 nach Osten in Backsteinbauweise erweitert. Der ältere westliche Teil des Kirchenschiffs, noch mit Feldsteinen errichtet, wurde zum Teil verputzt und durch hölzerne Lauben der größeren Breite des barocken Anbaus angepasst. Der ebenfalls in Backstein errichtete Turm ist sorgfältig mit Ecklisenen, gekuppelten Schallöffnungen unter Spitzbogenblenden sowie Rauten- und Zickzackmustern gegliedert. Über dem aus Backsteinen errichteten Obergeschoss erhebt sich ein steiles Satteldach. Das Innere des Kirchenschiffs ist flach gedeckt. Um alle vier Seiten ziehen sich Emporen. Die Nord- und Südempore zeigen jeweils auf den Brüstungen Wappenmalereien  von 1755, die Ende des 19. Jahrhunderts erneuert wurden. Der Kanzelaltar datiert von 1700 und stammt vom Tischler Witte aus Brandenburg. Etwa gleichzeitig entstand der Pfarrstuhl. Außen ist in der südlichen Vorlaube das Epitaph für Dorothea Elisabeth Albrecht – gestorben 1796 – angebracht.

Der original erhaltene Dachstuhl ist im Laufe der Jahre durch Schädlingsbefall und Nässefäule erheblich geschädigt worden, so dass Mitte der 90er Jahre in der gesamten Höhe des Kirchenschiffs Holzstützen eingebracht werden mussten. An den Restaurierungsmaßnahmen zur Dachinstandsetzung beteiligte sich auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

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