

Das Dorf Gröditz im Landkreis Bautzen kann auf eine mindestens tausendjährige Siedlungsgeschichte zurückblicken. Bereits 1222 ist ein Rittergut mit eigener Kirche nachweisbar. Auch heute zeugt der Gesamtkomplex von einer langen Vergangenheit. Die auf einem Burghügel liegende sorbische Wallanlage und die beiden Herrenhäuser aus dem Mittelalter, die im 18. Jahrhundert unter Einbezug von älteren Baueinheiten zusammengezogen wurden, deuten auf eine lange Kulturgeschichte in Gröditz hin.
Überregional bekannt ist der von Hans von Gersdorff um 1732 konzipierte Park mit seiner im nördlichen Teil integrierten slawischen Schanzen. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick in das Oberlausitzer Bergland. Sowohl der Park als auch das östlich angrenzende 25 ha große Naturschutzgebiet, Gröditzer Scala, erfuhr zur DDR-Zeit kaum Pflegemaßnahmen. Verwilderter Spitzahorn und Robinie konkurrierten mit dem Altbaumbestand und ließen die ehemaligen Blickachsen zuwachsen. Am Aussichtspunkt der Schanze fanden sich Reste steinerner Bänke, von denen nur noch die Sockel vorhanden waren. Die Wege sind aufgrund der bis 1989 funktionellen Nutzung als Pflegeheim zumeist nach 1945 angelegt.

Seit 2007 hat das für die Region historisch bedeutende Schloss Gröditz und Teile des dazugehörigen Rittergutes einen neuen Besitzer – Beat von Zenker, ein Verwandter des letzten Besitzers der Schlossanlage vor der Enteignungswelle der Güter im Jahre 1945. Er setzt sich zusammen mit dem "Förderverein pro Gröditz e. V." für den Erhalt und die Wiederherstellung des Schlosses, der noch bestehenden Gutsgebäude sowie der Schlossparkanlagen ein. Die Gesamtanlage soll neu belebt und als kultureller Mittelpunkt in der Region für die Öffentlichkeit nutzbar gemacht werden.
So bewilligte die Gemeinschaftsstiftung Historische Gärten den Förderantrag des "Fördervereins pro Gröditz", die Parkbänke als prägendes Gestaltungselement der
Gröditzer Schanze wieder herzustellen.
Mit ihrer Unterstützung löste die Gemeinschaftsstiftung Historische Gärten eine Initialzündung aus, die weitere Förderer und ehrenamtliche Helfer zu einem Engagement für weitere Maßnahmen zur Instandsetzung des Schlossareals animierte.
Ansprechpartner/Kontakt:
Förderverein Pro Gröditz e.V.
c/o Andreas Schaks
02627 Weißenberg
OT Vorwerk 5
Öffnungszeiten:
Ganzjährig
Homepage: www.pro-groeditz.de
Mail: pro.groeditz@web.de