Einst war das Ilsenburger Kloster in Sachsen-Anhalt das bedeutendste und einflussreichste der Harzregion. Es ist zu Beginn des 11. Jahrhunderts vom Halberstädter Bischof Arnulf gegründet worden. Schon in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts spielte es als Benediktinerabtei eine wichtige Rolle in der Reformbewegung.
Die Reste der Klosteranlage des 11. Jahrhunderts sind bis heute erhalten, auch wenn sie von den Spuren der Zeit gekennzeichnet sind. So blieben viele romanische Säulen mit ihren schönen Kapitellen erhalten, die mit Palmetten, Halbschilden und vielen anderen Formen geschmückt sind. Nach der Reformation fiel das Kloster an die Grafen zu Stolberg-Wernigerode. Sie bauten die Anlage aus und etablierten hier eine evangelische Klosterschule. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichteten sie unter Einbeziehung älterer Gebäude ein neuromanisches Schloss auf dem Klostergelände, das sie von Zeit zu Zeit bewohnten, dann aber an die Evangelische Kirche verpachteten. Das von der Kirche unterhaltene Auslandsseminar wurde in den 1930er Jahren geschlossen. Nach mehreren Nutzungen wurde die Anlage ihrem Schicksal überlassen.
Eine 2000 von Maria Fürstin zu Stolberg-Wernigerode gegründete Stiftung kümmert sich jetzt um die Restaurierung und eine neue Nutzung. Einige der umfangreichen Arbeiten konnten bereits durchgeführt werden. So musste man Dachtragewerke und Dachdeckungen sanieren, das Mauerwerk entfeuchten, sämtliche Fenster und Türen erneuern, die romanischen Säulen sichern und vieles, vieles mehr. Doch bis das einst bedeutendste und einflussreichste Kloster der Region tatsächlich gerettet ist, werden noch viele Mittel benötigt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt die Maßnahmen bereits seit 2001.
Wir möchten mit Ihrer Hilfe weiterhin dazu beitragen, das Kloster Ilsenburg und damit seine tausendjährige Geschichte zu bewahren!