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Foto: A. Graf

Das maritime Wahrzeichen der Nordsee

 
Der Leuchtturm Roter Sand ist das bekannteste maritime Wahrzeichen der deutschen Nordseeküste. Aber nicht nur an der Nordseeküste ist der Turm den an der Schifffahrt interessierten Personen ein Begriff. In ganz Deutschland und teilweise auch darüber hinaus haben Freunde maritimer Andenken den Roten Sand als Fotomotiv oder in Modellnachbildungen als Sammelobjekt entdeckt. So ist der Rote Sand seit Juli 2004 auch auf einer Sondermarke der Deutschen Post verewigt.


Eine Sandbank mit rotem Muschelkalk in der Außenweser, auf der der Turm gebaut wurde, stand Pate für dessen Namen. Bis 1964 leitete er die Schifffahrt auf ihrem Weg und galt den Seeleuten nach großer Fahrt als Willkommensgruß sowie zahllosen Auswanderern als letzter Gruß der Heimat.

 

Rettung für den Roten Sand

Der Leuchtturm wurde 1885 als erstes unmittelbar auf dem Meeresboden gegründetes Bauwerk fast 30 Seemeilen vor Bremerhaven errichtet. Der Einsatz einer Radarkette, welche die Navigation der Schiffe erleichterte, führte 1964 zur Außerdienststellung des Leuchtturms. Für die neue Technik war der Turm nicht geeignet und das Fundament sehr stark beschädigt. Die Absicht der staatlichen Behörden, den Roten Sand dem Meer zu überlassen, löste jedoch eine große Protestwelle aus. Mit der Symbolkraft des Turmes und dem Engagement für dieses einmalige maritime Bauwerk hatten die zuständigen Ämter nicht gerechnet. Der Förderverein "Rettet den Leuchtturm Roter Sand e.V." und viele begeisterte Bürger setzten sich für seine Erhaltung ein.

Foto: G. Ulsamer

24 Jahre "Stiftung Leuchtturm Roter Sand"

Im Jahr 1987 konnte der Leuchtturm aus Mitteln des Bundes, des Landes Niedersachsen und des Fördervereins "Rettet den Leuchtturm Roter Sand e.V." gesichert werden. In einer spektakulären Rettungsaktion wurde eine Stahlmanschette über den 30 Meter hohen Turm gestülpt, auf den Meeresboden abgesenkt und mit Beton hinterfüllt, um dessen Fundament neue Stabilität zu verleihen. Der Bund übertrug der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im gleichen Jahr den Leuchtturm und stellte das Stiftungskapital für die Errichtung einer treuhänderischen Stiftung zu dessen dauerhafter Erhaltung zur Verfügung. Mehr als 700.000 Euro sind seither aus Mitteln der Treuhandstiftung und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in die Sanierung und Restaurierung des maritimen Denkmals geflossen.

 

Am 31.11.2010 verlieh die Bundesingenieurkammer Berlin dem 125-Jahre alten Bauwerk den Titel "Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland". Der Leuchtturm Roter Sand ist das siebte Bauwerk, das mit diesem Titel geehrt wurde.

 

Aktuell: 2011 keine Gästefahrten zum Leuchtturm Roter Sand

Die BMS "Goliath" wurde außer Dienst gestellt

 

Über 10 Jahre lang hat die BMS "Goliath" die Überfahrten zum Leuchtturm Roter Sand sichergestellt. Nun stellte man bei einem routinemäßigen Werftaufenthalt fest, dass die Fahrtsicherheit des 1941 vom Stapel gelaufenen Schiffes nicht mehr gewährleistet ist. Der Schlepper wurde mit sofortiger Wirkung außer Dienst gestellt. Trotz der direkt angelaufenen Bemühungen konnte bislang kein Ersatz für das Museumsschiff gefunden werden. Daher müssen alle Gästefahrten für 2011 abgesagt und bereits erfolgte Buchungen storniert werden.

Wir sind sehr bemüht, dass das bedeutende Seezeichen zwischen Bremerhaven und Helgoland auch weiterhin für Besucher zugänglich bleibt und baldmöglichst wieder Tages- und Übernachtungsfahrten gebucht werden können. Sobald wir aktuelle Informationen haben, werden wir an dieser Stelle berichten.

 

Förderer gesucht!

Immer noch gilt es, die weitere Zukunft des Roten Sandes zu sichern. Das Turmfundament muss ständig gegen die Meeresgewalten geschützt werden, das eiserne Gehäuse bedarf der regelmäßigen Konservierung und Pflege. Für diese kontinuierliche Pflege und Unterhaltung wird weiterhin viel Geld benötigt. Die Stiftung "Leuchtturm Roter Sand" der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sucht daher zusätzliche Förderer zum Erhalt dieses einzigartigen Baudenkmals.
Jede Hilfe ist willkommen. Alle Förderer werden in das "Buch der Förderer" der "Stiftung Leuchtturm Roter Sand" im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven aufgenommen. Weitere Informationen zum Leuchtturm Roter Sand erhalten Sie auch beim Förderverein "Leuchtturm Roter Sand e.V.".

www.rotersand.de

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Zustifter gesucht

Für den Leuchtturm suchen wir für die Aufstockung des Stiftungskapitals Zustifter.

Gerne stehe ich Ihnen bei Fragen zum Thema Stiften zur Verfügung:

Dr. Steffen Skudelny

Tel.: 0228 / 9091-201

skudelny@
denkmalschutz.de

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