

Ihren Parlamentarischen Abend am 27. November 2007 in Berlin stellte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unter das Motto "Staatsaufgabe Kultur – Verantwortung für den Denkmalschutz". Das Thema hätte aktueller nicht sein können: Kurz zuvor war im Parlament der Kultur-Investitionsfonds über 400 Millionen Euro verabschiedet worden, der 40 Millionen für die Denkmalpflege beinhaltet. Nachdem der Bund 2004 sein Sanierungsprogramm "Dach und Fach" für die östlichen Bundesländer ersatzlos gestrichen und sein Förderprogramm für städtebaulichen Denkmalschutz gekürzt hatte, können nun wieder mehr gefährdete Bauten in der gesamten Republik auf ihre Rettung hoffen.
Kulturstaatsminister Bernd Neumann sprach auf der Veranstaltung im Plenarsaal der Akademie der Künste von einem "glücklichen Tag für den Denkmalschutz in Deutschland" und versicherte, das neue Investitionsprogramm käme nicht nur den Leuchtturm-Projekten, sondern auch regional bedeutenden Bauwerken zugute. Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Professor Dr. Gottfried Kiesow, mahnte er allerdings an, dass auch die Länder ihrer finanziellen und inhaltlichen Verantwortung nachkommen müssen. Politiker und Experten waren sich einig, dass privates Engagement für die Erhaltung unseres baukulturellen Erbes weiterhin unverzichtbar bleibe. Der Staat sei angehalten, dafür die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen.
Der Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages, Hans-Joachim Otto, betonte darüber hinaus die nationale Verantwortung für die Welterbestätten in Deutschland und sprach sich ganz im Sinne der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für einen Welterbefonds aus. Auch müssten halbstaatliche Finanzquellen wie Lotteriemittel für gemeinnützige Zwecke erhalten bleiben.
Hier können Sie zwei Reden des Parlamentarischen Abends nachlesen:
Kulturstaatsminister Bernd Neumann