
In der Nacht vom 7. auf den 8. August trat die Neiße über die Ufer und sprudelte über den Hochwasser-Schutzwall der Klosteranlage St. Marienthal in Ostritz. Am Sonntag stand das ganze Areal unter Wasser: an manchen Stellen bis zu 2,30 Metern hoch.
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Einen Tag später haben sich die Fluten zurückgezogen und eine Spur der Verwüstung hinterlassen: Türen und Fenster wurden eingedrückt, Tore und Mauern stark beschädigt, Schlamm und Unrat angespült, Pflaster hochgedrückt und Wege zerstört. Auch im Innern der Gebäude wurden große Teile der mühsam restaurierten Ausstattung in Mitleidenschaft gezogen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt Kloster St. Marienthal bereits seit dem Jahr 2000 und möchte auch jetzt gerne helfen.
Bei sommerlichem Sonnenschein im hohen Norden Deutschlands eine Gartenanlage mit barockem italienischem Flair genießen: Zu Gründungszeiten zog der Neuwerkgarten am Schloss Gottorf in Schleswig Besucher aus ganz Europa an. Unter Herzog Friedrich III. um 1638 begonnen und unter Herzog Christian Albrecht um 1660 erweitert, galt er mit seinem italienischen Terrassengarten, den Wasserspielen und Bassins im 17. und frühen 18. Jahrhundert als der bedeutendste Garten Nordeuropas. Wo die preußische Garnison im 19. Jahrhundert ihre Pferde beritt, ist der Garten jetzt auch mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wiederhergestellt. Terrassen und Wasserspiele, zu kunstvollen Monogrammen getrimmter Buchsbaum und Pflanzen, die dort teilweise schon seit der Anlage des Gartens im 17. Jahrhundert verwurzelt sind, bieten dem Besucher ein Erlebnis für alle Sinne. Besonderer Höhepunkt ist das Globushaus am Herkulesteich, das eine Replik des berühmten begehbaren Gottorfer Globusses enthält. Dieser Vorläufer der heutigen Planetarien weckte auch die Begehrlichkeiten Zar Peter des Großen, der das Original 1713 mit nach St. Petersburg nahm. ![]()