Kurzfassung: Dr. Sid Auffarth und Martina Wolff vom Ortskuratorium Hannover der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) überbringen am 25. Juli 2012 um 11.00 Uhr eine Bronzetafel für die vorbildlich restaurierte Vorhalle des Stifts Fischbeck in Hessisch-Oldendorf an Äbtissin Uda von der Nahmer. Durch den Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz“ bleibt somit auch nach den Baumaßnahmen das Engagement der privaten Förderer der Stiftung sichtbar und kann zu weiterer Unterstützung motivieren. Stift Fischbeck ist eines von über 260 Projekten, die die private Denkmalschutz-Stiftung seit ihrer Gründung 1985 dank privater Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, deren Destinatär sie seit 1991 ist, allein in Niedersachsen fördern konnte.
Langfassung: An der Restaurierung der Westvorhalle von Stift Fischbeck in Hessisch-Oldendorf im Landkreis Hameln-Pyrmont beteiligte sich vor zwei Jahren auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) mit 20.000 Euro. Nun überbringen Dr. Sid Auffarth und Martina Wolff vom DSD-Ortskuratorium Hannover am Mittwoch, den 25. Juli 2012 um 11.00 Uhr eine Bronzetafel für das vorbildlich restaurierte Stift an Äbtissin Uda von der Nahmer. Der Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz" erinnert so auch nach den Baumaßnahmen an das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und kann zu weiterer Unterstützung motivieren.
Bis heute erzählt ein Wandteppich aus dem 16. Jahrhundert den Gründungsmythos von Stift Fischbeck, das die der ehelichen Untreue bezichtigte Edelfrau Helmburgis 955 nach wundersamen Ereignissen – zu denen auch das Auffinden eines güldenen Fischleins im Bachbett gehörte – gegründet haben soll. Danach verstanden es die Vorsteherinnen des Kanonissenstifts im Laufe der Jahrhunderte immer wieder aufs Neue, ihnen gewogene Schutzherren wie etwa Kaiser Otto I. als Wohltäter und Anwälte des Stiftes zu finden.
Der Bau der heutigen Stiftskirche war wohl bereits für die Zeit um 1100 geplant, jedenfalls sind Bauarbeiten für das Jahr 1129 bezeugt. Einhundert Jahre später erzwang ein verheerender Brand neuerlich umfangreiche Instandsetzungsarbeiten. Das auf kreuzförmigem Grundriss, in basilikaler Form errichtete Bauwerk hat niedrige Seitenschiffe, deren Obergadenzone unter Schleppdächern liegt. Ein niedriger Vierungsturm unterbricht die Satteldächer des Lang- und des Querhauses. Im Gegensatz zum Bruchsteinmauerwerk des Hauptschiffs verwandte man bei der Errichtung der runden Apsis und beim massiven Westteil, den ein Walmdach mit achteckigem Turm und spitzem Kegeldach krönt, behauene Quadersteine. Dieser zugleich höchste Teil des Gebäudes, den eine Baufuge abtrennt, fungiert als Vorhalle. Gegenüber den nicht strukturierten Fassaden des Lang- und Querhauses schmücken den Chorbereich eine Blendarchitektur und auffällige Sechspassfenster. Der leicht erhöhte Chor liegt über einer Hallenkrypta mit Kreuzgratgewölbe und Würfelkapitellen. Zur kompletten Stiftsanlage gehören noch weiter ein Kreuzgang mit gotischem Maßwerk, Wohnbereiche, Nutzgärten, aber auch untypische Pfarr- und Gemeindegebäude sowie eine Reithalle.
Stift Fischbeck ist eines von über 260 Projekten, die die private Denkmalschutz-Stiftung seit ihrer Gründung 1985 dank privater Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Niedersachsen fördern konnte.

Dr. Ursula Schirmer
Pressesprecherin
Tel.: 0228 9091-402
Fax: 0228 9091-409
schirmer(at) denkmalschutz.de
Die in Pressemeldungen verwendeten Fotos können Sie bei Angabe des Fotonachweises kostenfrei abdrucken.