
Das Renaissance-Wasserschloss Quilow entstand in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts als ritterschaftlicher Sitz der Familie von Schwerin. Der zweigeschossige Putzbau mit seitlichen Zwerchhäusern mit Volutengiebeln wird in der Mitte von einem vorgesetzten Treppenturm akzentuiert. Die schlichte Anlage war ehemals von einem Wassergraben umgeben. Im Eingangsflur hat sich ein Kamin aus der Erbauungszeit erhalten.
Das einstige Wasserschloss verkörpert den interessanten Übergangsbau von der wenig wohnlichen Burg zum repräsentativen Barockschloss. Die Sicherung der Fundamente in dem äußerst problematischen Baugrund konnte inzwischen abgeschlossen werden. Auch nach einem Jahr waren im März 1996 in den Bleiplomben keine Veränderungen mehr festzustellen. Danach konnte mit der Sanierung des Dachstuhls begonnen werden, dessen Dachdeckung bis 2003 erfolgte. Als nächste Maßnahme ist die Gewölbesicherung im Erdgeschoss geplant. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligt sich seit dem Jahr 1992 an der Sanierung des Schlosses.