Deutsche Stiftung Denkmalschutz
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Warum für ein Baudenkmal spenden?

Unsere Spender geben Antworten

© Verbeek

Herr Dr. Verbeek

"Anstatt im Wartezimmer meines Hausarztes zu einer tumben Illustrierten zu greifen, blätterte ich vor einigen Jahren in einem Exemplar von Monumente, dem Förderermagazin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Ich war beeindruckt, mit welch großem Engagement die Stiftung sich der Erhaltung von kulturhistorisch wertvollen Baudenkmalen, auch wissenschaftlich-technischer Art, annimmt. Als ich dann im Herbst 2008 in Monumente las, dass das 1-Meter-Spiegelteleskop-Gebäude der historischen Sternwarte Hamburg-Bergedorf dringend der irdischen Hilfe bedürfe, und mein 70. Geburtstag vor der Tür stand, war mein Entschluss schnell gefasst, meine Geburtstagsgäste um eine Spende zu bitten. Eine nette Summe konnte so der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zur Verfügung gestellt werden.

 

Ich bin seit vielen Jahren in einem amateurastronomischen Verein in Krefeld aktiv und bin immer wieder aufs Neue fasziniert beim Anblick durch ein Teleskop auf die Wunder des Universums. Auch sie sind vergänglich wie ein irdisches Denkmal, allerdings in anderen zeitlichen Dimensionen. So freue ich mich ganz besonders, dass das Gelände der historischen Sternwarte auf dem Gojenberg zu einem Astronomiepark mit der Möglichkeit der öffentlichen Beobachtung ausgebaut werden soll und damit auf hoffentlich lange Zeit erhalten bleibt.

 

Die regelmäßige Information durch Monumente für Spender der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist eine hervorragende Möglichkeit, weitere Multiplikatoren für den Denkmalschutz in Deutschland zu gewinnen. Wenn sich Freunde bei mir bedankt haben, dass sie durch meine Sammelaktion auf die Stiftung aufmerksam geworden sind und sich freuen, weitere Projekte nun ihrerseits aktiv mit Spenden zu unterstützen, so ist dies natürlich eine doppelte Freude für mich."

© L. Kroth

Ehepaar Lang

"Bei unseren Reisen Ende der achtziger Jahre in die ehemalige DDR bewunderten wir besonders den enormen Einsatz mancher Pfarrer bei der Restaurierung ihrer Kirchen: Sie schafften es, jämmerlich verfallene Bauten wieder zu kleinen Schmuckstücken herzurichten.

 

Diese Erfahrung regte uns Anfang der neunziger Jahre an, bei solchen Anstrengungen durch eine kleine Spende mitzuhelfen. Wir suchen uns seither jährlich ein Projekt – nicht nur Kirchen - der Deutschen Stiftung Denkmalschutz aus, zu dem wir einen persönlichen Bezug haben – sei es das Bauwerk, der Ort oder unsere eigene Biographie und leisten unseren kleinen Beitrag. Immer wieder haben wir uns dann auf Bildern oder bei persönlicher Besichtigung am neuen Glanz der Bauten erfreuen können und sind sogar ein wenig stolz darauf.

 

Auch bei runden Geburtstagen baten wir unsere Gäste, anstelle von Geschenken für solche von uns ausgewählten Projekte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zu spenden. Öfters haben wir erfahren, dass unsere Gäste sich wie wir freuen, wenn sie in Monumente die Fotos und den Bericht von "ihrem" Projekt finden, und manchmal finden sie sogar ein neues Projekt, das ihnen etwas bedeutet…"

Frau Prof. Dr. Lachner

"Als Kunsthistorikerin bin ich natürlich an der Erhaltung von Baudenkmalen, ganz gleich welcher Art, interessiert. So konnte ich in zahlreichen Vorträgen und Führungen, z. B. zur Backsteingotik, auf Bedeutung und Erhaltung solcher Bauten hinweisen und habe auch so indirekt zu Spenden aufgerufen. Ich selbst wurde durch Beiträge in der Zeitschrift MONUMENTE auf mir bis dahin unbekannte Objekte aufmerksam: u. a. die Krämerbrücke in Erfurt und das Weinbergrelief in Großjena, die ich dann auch bedacht und besucht habe.

 

Inzwischen habe ich meine Taktik geändert und mich auf ein Bauwerk in meinem näheren Umkreis Hannover beschränkt: die Sigward-Kirche in Idensen, um 1130 entstanden, ein Juwel mit seinen für Norddeutschland einmaligen Fresken. Wie oft habe ich hier Führungen gemacht und Interessierten diese mittelalterliche Welt nahegebracht! So kann ich meine Spenden gezielt einbringen und die Arbeiten am Bau miterleben.

 

Mein zweiter Schwerpunkt ist mit diesem Jahr die kleine Nikolaikapelle in Hannover, ein Bau aus dem 17. Jahrhundert, Ruine zwar, aber als Teil des alten Stadtbildes ein schöner Kontrast zum Anzeiger-Hochhaus (1928) und dem Goseriede-Bad (1905; heute Teil der Kestnergesellschaft). Auch hier gibt es für mich viele Erinnerungen persönlicher Art. Doch geht es letztendlich um mehr als nur um Restaurierung und Erhaltung, sondern um die ständige sinnvolle Nutzung, ihre Einbindung in das Leben der Gegenwart. Damit Vergangenheit Zukunft hat!"

 

 

 

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