
Wolfshagen liegt im äußersten Nordwesten der Uckermark. Im 19. Jahrhundert schuf Graf Hermann von Schwerin eingebettet in die Natur am Haussee rings um sein Schloss ein ausgedehntes "Kunstdorf" romantischer Prägung mit einem von Peter Josef Lenné gestalteten Landschaftspark.
Während das Schloss im 2. Weltkrieg zerstört wurde, sind zahlreiche Bauwerke des herausragenden Ensembles überkommen: die Burgruine Blankenburg (13. Jh.), die neogotische Kirche, die bogenförmige Fliesenbrücke am See, der Speicher der Gutsanlage, das Erbbegräbnis der Familie von Schwerin, die reliefverzierte Königssäule, die Ehrenpforte, aber auch prägnante Wohngebäude wie das Fischerhaus, das Gärtnerhaus und das Preußische Zollhaus.

Nach jahrzehntelangem Verfall bemüht sich die Gemeinde seit 1989 um die Restaurierung der zahlreichen Einzeldenkmale. 1997 wurde die Dorfanlage Wolfshagen vom Bundesinnenministeriums als ein Denkmal von besonderer nationaler Bedeutung anerkannt. Seitdem konnten viele der 38 denkmalgeschützten Bauwerke instandgesetzt werden.
Für einen letzten Kraftakt braucht die Deutsche Stiftung Denkmalschutz jetzt Ihre Hilfe: Im Zentrum der Gemeinde liegt der ehemalige Speicher des Gutshofs. Dieses stattliche, vierstöckige Gebäude aus der Mitte des 19. Jahrhunderts ist durch langen Leerstand stark geschädigt. Zwar ist das Gebäude bereits provisorisch gesichert, doch die Schäden an Dach und Mauerwerk sind gravierend.

Dank einiger Bußgeldzuweisungen stehen erste finanzielle Mittel zur Verfügung. Doch die für dieses Jahr geplante Instandsetzung des Daches ist damit längst noch nicht gesichert. Bevor das imposante Backsteingebäude als zentraler Veranstaltungsort der Gemeinde und für die touristische Erschließung der Region genutzt werden kann, bedarf es noch großer Anstrengungen und der Hilfe Vieler.
Deshalb bitten wir Sie herzlich: