Villa Eckstein

Südwestlich von Auerbach liegt der Ort Falkenstein, der durch die Erfindung einer Webmaschine, die hervorragende Musseline herstellen konnte, zur Wiege des sächsischen Kammtuches wurde. Durch drei Stadtbrände im 19. Jahrhundert wurde der Ort fast völlig zerstört. Die anschließend entstandenen Neubauten sind Zeugnis des Reichtums, den die Falkensteiner Gardinenindustrie durch den Export ihrer Waren in die ganze Welt erlangte. In der heutigen Dr.-Klütz-Straße entstanden sechs repräsentative Fabrikanten-Villen, die der Arbeiterführer Max Hölz 1920 in Brand setzte. Nur die Villa des Fabrikanten Eckstein wurde Dank des beherzten Eingreifens seines Chauffeurs nicht beschädigt. Der Plauener Architekt Albert Mothers errichtete die Villa Eckstein 1906/07. Während der Außenbau noch durch die Formensprache des Historismus geprägt ist, dominiert im Inneren bereits der Jugendstil. Die Villa ist nicht nur außen bis auf kleine Details im Originalzustand erhalten, sondern beherbergt noch viele Ausstattungsstücke aus der Entstehungszeit. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat 1993 die Sanierung des Daches gefördert.

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Späthistoristischer Putz- und Natursteinbau, 1906/07 von Albert Mothers, Förderung 1993

Adresse:
Villa Eckstein
08223 Falkenstein
Sachsen