Alte Dorfkirche Zehlendorf
Bezirk Steglitz-Zehlendorf, Berlin

Alte Dorfkirche Zehlendorf

Retten Sie Zehlendorfs historisches Herzstück!

Altes Schulhaus, Friedenseiche und die Alte Dorfkirche mit ihrem Kirchhof - dieser Dreiklang macht den historischen Winkel mitten in Zehlendorf aus. Obwohl schon seit fast 100 Jahren Teil der Großstadt, hat sich der Berliner Stadtteil ein Stück seines dörflichen Flairs bewahrt. Die Bewohner schätzen die Beschaulichkeit und Überschaubarkeit. Man kennt sich. Gottesdienste, Konzerte oder Lesungen - mit einem abwechslungsreichen Programm trägt die Alte Dorfkirche viel zum Gemeinschaftsgefühl der Zehlendorfer bei. Gleichzeitig bildet sie den schönen Rahmen für wichtige Schritte auf deren Lebenswegen: Taufe, Einschulung, Konfirmation, Hochzeit - vielfältige Erinnerungen sind mit dem kleinen Kirchlein verknüpft. Doch jetzt ist dieses Herzstück Zehlendorfs in Gefahr. Ihre Mauern können das Gewicht des Daches nicht mehr tragen. Risse an den Wänden machen den bedrohlichen Zustand mehr als deutlich. Einer, der sich für den Erhalt der Dorfkirche einsetzt, ist Dr. Eckart von Hirschhausen. Als Jugendlicher nahm er hier vor der Schule an Morgenandachten teil und erlebte Theater und Konzerte - und noch heute genießt er die Stille beim Betreten des Kirchenraums, wenn man die große Kreuzung hinter sich lässt. Lesen Sie hier Eckart von Hirschhausens Gedanken zur Alten Dorfkirche. Wir zählen auf Sie, denn Ihre Hilfe ist dringend nötig, um das Zehlendorfer Wahrzeichen zu retten!

Helfen Sie der Dorfkirche Zehlendorf!


Einzigartig - eine der ältesten Dorfkirchen Berlins

Den schmucken Barockbau verdankt der Ort Friedrich dem Großen. Zehlendorf lag auf halber Strecke zwischen seinen Schlössern in Berlin und Potsdam. Hier musste der "alte Fritz" eine Pause einlegen, wenn die Pferde, welche seine Kutschen zogen, gewechselt wurden. Schräg gegenüber des Kirchplatzes lag die Pferdeumspannstation. Da fiel wohl auch dem König der bedauerliche Zustand der Vorgängerkirche auf. Schon seit dem 13. Jahrhundert stand eine Dorfkirche an dieser Stelle. Bereits vor dem Siebenjährigen Krieg (1756-63) galt die Kirche als baufällig, Kriegsschäden gaben ihr schließlich den Rest. 1760 stand nur noch eine Ruine. 1767 gab Friedrich der Große die "Ordre", einen Kirchenneubau zu errichten. Inzwischen ist auch diese "neue" Kirche denkmalgeschützt. 1768 fertiggestellt, zählt sie heute zu den ältesten, noch erhaltenen Dorfkirchen Berlins und zu den ältesten Gebäuden Zehlendorfs. Und nicht nur das macht sie so einzigartig: Ihre Bauform - ein achteckiger Zentralbau überspannt von einem Zeltdach - ist außergewöhnlich für eine Dorfkirche.

Die Schäden gehen an die Substanz

Doch genau diese Konstruktion schafft nun Probleme: Das Dachtragwerk ist nicht ausreichend ausgesteift. Balken im Dachstuhl fehlen teilweise oder sind durch den Echten Hausschwamm geschädigt. Dadurch droht nicht nur der Dachstuhl selbst zusammenzubrechen, sondern das Gewicht des Daches drückt auch die Mauern der Kirche auseinander und verformt diese. Tiefe Risse im Mauerwerk sind sichtbare Zeichen dafür, wie sehr dies die Substanz des Kirchengebäudes angreift.

Helfen Sie mit!

2018 feiert die Dorfkirche ihren 250. Geburtstag. Ein willkommener Anlass, die dringend notwendige, denkmalgerechte Instandsetzung in Angriff zu nehmen. Auch der geschichtsträchtige, noch aus dem Mittelalter stammende Kirchhof mit seinen jahrhundertealten Maulbeerbäumen und gusseisernen Grabkreuzen soll in die Sanierung miteinbezogen werden. Ein öffentlich zugänglicher Ort der Ruhe und Einkehr mitten im Zentrum Zehlendorfs soll so entstehen. Gemeinsam machen sich die Evangelische Paulus-Kirchengemeinde Berlin-Zehlendorf und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit der Beck’schen Stiftung für den Erhalt dieses wertvollen Denkmals stark und setzen auf Ihre Hilfe. Die Kosten für die Sanierung summieren sind auf rund 500.000 Euro.

Barocker, oktogonaler Putzbau, 1768, Förderung 2017

Adresse:
Clayallee
14169 Bezirk Steglitz-Zehlendorf
Berlin


Die Alte Dorfkirche in Zehlendorf ist mir seit meiner Kindheit ans Herz gewachsen. Ich habe dort viele Gottesdienste, Konzerte und Jahreswechsel erlebt. Ich schätze den Wert solcher Orte der Stille mitten im Trubel der Welt. Deshalb setze ich mich gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz dafür ein, diese schöne kleine Kirche zu erhalten.
Dr. Eckart von Hirschhausen