Dom
Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern
Foto: Harald Hoyer, Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

Dom

Meisterwerk der Backsteingotik

Der Schweriner Dom entstand von 1279 bis 1416 und ist eines der Meisterwerke der Backsteingotik. Als einzige echte Kathedrale Mecklenburgs besitzt er darüber hinaus mit 117 Metern und 50 Zentimetern den höchsten Turm des Landes, der allerdings erst 700 Jahre später im Stil der Neugotik angefügt wurde. Aber auch die Höhe des Innenraums von 26,50 Metern, die durch die weißen Stützpfeiler und das besonders prächtige Sterngewölbe in der Vierung betont werden, ist beeindruckend. Helfen Sie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, das überragende Baudenkmal zu erhalten!

Bitte helfen Sie dem Schweriner Dom!


Bedeutende Wallfahrtsstätte Norddeutschlands

Heinrich der Löwe hatte im 12. Jahrhundert die ursprüngliche romanische Kirche gestiftet. Als im Jahr 1222 Graf Heinrich von Schwerin von einem Kreuzzug mit der Reliquie des Heiligen Blutes zurückkam, einem angeblichen Blutstropfen Jesu Christi, wurde der Schweriner Dom zur bedeutendsten Wallfahrtskirche Norddeutschlands. Der romanische Kirchenbau wurde schnell zu klein, die Pilgerer brachten Wohlstand in die Stadt und der Bischof sah sich in Konkurrenz zu den aufblühenden Hansestädten Wismar, Rostock, Stralsund und Greifswald, sodass ab 1278 der Neubau begonnen wurde. Die mächtige Backsteinbasilika erhielt - im Gegensatz zu anderen Bauten dieser Zeit - ein Querhaus. In ihrem Chorumgang mit dem Kapellenkranz konnten die Pilgerströme an Kapellen vorbei zur Reliquie geleitet werden, während der Kurie vom Kreuzgang her andere Wege vorbehalten waren.

Reiche Ausstattung

Die reiche Ausstattung des Doms geht hauptsächlich auf die Neugestaltung durch Theodor Krüger aus dem Jahr 1867 zurück. Besonders wertvolle Einzelstücke sind die Ladegast-Orgel von 1871, der spätgotische Flügelaltar von 1490, die Renaissance-Grabmäler für Herzog Christoph und Elisabeth von Schweden und das aus der Vischer-Werkstatt stammende Bronze-Epitaph der Herzogin Helena von Mecklenburg. Hoch über ihnen benötigen die Dächer des mächtigen Turms und des Seitenschiffs, sowie das Gewölbe des Turms Hilfe, um den Dom vor Schäden zu bewahren. Mit Ihrer Unterstützung kann die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zu ihrer Sanierung beitragen.

Gotische Backsteinbasilika mit Querhaus, Umgangschor und hohem neugotischem Westturm, Ende 13. bis Anfang 15. Jh. mit Resten des Vorgängerbaus, Turm 1892 von Georg Daniel, Förderung 1995

Adresse:
19055 Schwerin
Mecklenburg-Vorpommern