Das so genannte Viergiebelhaus steht zwischen dem Elzufer und dem Marktplatz im Zentrum des historischen Ortskerns von Monreal. Der stattliche Bau entstand in seiner jetzigen Form dendrochronologisch nachgewiesen 1452/53 und verkörpert damit eines der ältesten Häuser des Ortes.
Das zweigeschossige Gebäude erhebt sich über einem massiven Bruchsteinkeller. Das Erdgeschoss, das teilweise auskragende Obergeschoss, das Dachgeschoss und der Spitzboden sind in Fachwerk ausgeführt. Drei Sichtfachwerkfassaden mit quadratischer Gefachkonstruktion im Obergeschoss und dem jeweils steil aufragenden Dachgeschoss mit Dreiecksgiebeln prägen das Gebäude. Die vierte, zum Marktplatz ausgerichtete verputzte Giebelfassade ist massiv in Bruchstein ausgeführt. Sie weist hochrechteckige kleine Fenster mit Natursteinfassungen auf. Ebenso ist die über mehrere Stufen zugängliche Eingangstür mit einer Natursteinrahmung versehen. Vermutlich stammt diese massive Wand, in der sich auch Reste eines Kamins finden, von einem älteren Vorgängerbau. Die Giebel sind mit geschieferten Satteldächern versehen.
Ursprünglich besaß das Haus eine durch alle Geschosse führende
Mittelsäule, die heute im Erdgeschoss fehlt. Es befand sich im
unteren Teil wohl einst eine durchgehende Halle. In den Jahren 1737
und 1816 baute man an der Flussseite im Erdgeschoss Fachwerkerker
an und fügte zur Teilung des Hauses in zwei Wohneinheiten um 1737
eine Mittelwand ein. Der repräsentative Bau besitzt besondere
städtebauliche und hauskundliche Bedeutung.
Seit 2002 ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz an der Sanierung
des Rathauses beteiligt.