Stadtpfarrkirche St. Marien

Angermünde ist eines der typischen Ackerbürgerstädtchen der Uckermark. Unter den Markgrafen Johann I. und Otto III. wurde "Novin Angermünde" im 13. Jahrhundert als regelmäßige Stadtanlage gegründet, wobei eine frühere Siedlung sicher angenommen werden kann. Der Baubeginn der Stadtpfarrkirche St. Marien geht auf das Jahr 1230 zurück. Es entstand eine dreischiffige Hallenkirche mit einem hohen, querrechteckigen Westbau. Das Langhaus stammt aus dem 13. Jahrhundert und wird durch ein zweischiffiges, spätgotisches Chorpolygon nach Osten geschlossen. Die Umfassungsmauern des Schiffs bestehen bis zur Dachtraufe aus Granitquadern, ebenso der Westturm bis in die Höhe des Glockengeschosses. Später wurden diesem zwei Geschosse in Backstein hinzugefügt. Das fünfjochige Langhaus ist im Inneren durch weite Arkaden zwischen achteckigen Pfeilern gegliedert. Der Bau beherbergt eine wertvolle Orgel von Wagner. Der Schüler Silbermanns baute sie in den Jahren 1742-1744. Das originale Pfeifenwerk ist heute noch vorhanden. Der geschnitzte und bemalte Prospekt stammt von 1773. Des Weiteren ist eine Bronzetaufe aus der ersten Hälfte bzw. der Mitte des 14. Jahrhunderts zu erwähnen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligt sich seit 2002 an der Sanierung der Fassaden des Gebäudes und an der Instandsetzung des Daches.

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Dreischiffige Halle mit Westbau und zweischiffigem, polygonal geschlossenem Chor, Mitte oder 3. Viertel 13. Jh., An- und Umbauten 15. Jh. und 1520, Förderung 2002-05

Adresse:
Kirchplatz
16278 Angermünde
Brandenburg