Ehem. Stadtschloss
Bezirk Mitte, Berlin

Ehem. Stadtschloss

Schlüterfiguren aus dem Berliner Stadtschloss restauriert

Die ehemalige Residenz der Hohenzollern auf der Spreeinsel in der Mitte Berlins galt einst als ein Hauptwerk des norddeutschen Barocks. Anstelle des ersten, spätmittelalterlichen Schlosses wurde ab 1538 ein stattlicher Renaissancepalast mit einem Lustgarten errichtet. Ab Ende des 17. Jahrhunderts entstand eine mehrflügelige Barockanlage um zwei große Höfe. Die wichtigsten Baumeister waren Andreas Schlüter, der die Arbeiten von 1699 bis 1706 leitete, und sein Nachfolger Johann Friedrich Eosander. Die von Schlüter maßgeblich geprägte Architektur war u.a. durch römische Stadtpaläste des 16./17. Jahrhunderts und die Entwürfe Berninis für den Louvre inspiriert. In die strengen Formen eines "protestantisch" anmutenden Barock überführt, wurde sie von Schlüter üppig mit Skulpturen ausgestattet.

Während des Zweiten Weltkriegs hatte das Schloss schwere Schäden erlitten. Der ausgebrannte Bau wurde 1950/51 gesprengt und beseitigt. Auf Teilen des Schlossgeländes entstand 1973/76 der Palast der Republik, der infolge des Mauerfalls 2006/09 demontiert, einer Rekonstruktion des Berliner Schlosses weichen musste.

Vor der Sprengung 1950/51 konnten Teile der Bauskulptur geborgen werden. Darunter waren auch die sog. Schlüterfiguren. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligte sich an der Restaurierung von 13 überlebensgroßen Sandsteinskulpturen, die ehemals auf der Attika der Portalrisalite des Schlosses gestanden haben. Auch zwei Widderköpfe wurden mit Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz konserviert.

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Überlebensgroße Sandsteinfiguren, um 1700 von Andreas Schlüter, Förderung 2008, 2017

Adresse:
Schlossplatz
10119 Bezirk Mitte
Berlin