St. Laurentii-Kirche

Die heutige Stadtkirche St. Laurentius wurde 1196 erstmals erwähnt, ist aber zweifellos älter. 1716–1718 wurde sie nach einem Brand weitgehend in ihrer heutigen Form auf einem alten Vorgängerbau neu errichtet. 1894–1896 erfolgte eine Restaurierung mit durchgreifenden Veränderungen der äußeren Erscheinung durch den Berliner Architekten Johannes Otzen. Eine zweite Baumaßnahme in den Jahren von 1960–1962 brachte den Innenraum leider um seine künstlerische Wirkung durch Beseitigung der Lettnerempore. Die Kirche birgt aber noch wertvolle Ausstattungselemente wie den Schnitzaltar, ein Triumphkreuz und die Holzkanzel von 1661 sowie den reich gegliederten Orgelprospekt von 1718 mit ehemaligem Werk von A. Schnitger. Bei dem Baukörper handelt es sich um eine sechsachsige Backsteinsaalkirche, die im Osten dreiseitig geschlossen und durch große Korbbogenfenster von 1894 gegliedert ist. Stützpfeiler und neue Anbauten wurden an der Süd- und Ostseite errichtet. Im Norden ist noch der Kreuzgang des Klosters erhalten. Der quadratische Westturm ist im Kern spätgotisch und massiv aus Ziegelmauerwerk errichtet. 1894–1896 wurde er nach Plänen von Johannes Otzen um ein Glockengeschoss mit einem achtseitigen bekrönenden Aufbau erhöht. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat sich an der Turmsanierung beteiligt.

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Barocker Backsteinsaal mit spätgotischem Westturm, 1716-18, restauriert 1894-96, Förderung 2003/04

Adresse:
Kirchenstr.
25524 Itzehoe
Schleswig-Holstein