Erfurt, Thüringen

Andreaskirche

Der heutige Kirchenbau stammt vom Anfang des 13. Jahrhunderts. 1399 bis 1678 teilten sich die Andreasgemeinde und die Benediktinerinnen, deren Kloster vom Cyriaksberg in die Andreasstraße verlegt wurde, die einschiffige Kirche. Sie wurde 1418 nach einem Brand wieder aufgebaut, im 15. Jahrhundert und später wieder im 17. und 18. Jahrhundert verändert und umgebaut. Der Unterteil des quadratischen Turmes stammt noch vom romanischen Ursprungsbau. Der Turm wird durch einen oktogonalen Spitzhelm aus Sandstein bekrönt. Bei der tiefgreifenden Erneuerung 1768/69 wurden die Mauern erhöht und mit dem Einbau von Rechteckfenstern über den gotischen Spitzbogenfenstern, Emporen und einer Holztonne der heutige Kirchenraum geschaffen. Auch der Taufstein, die Kanzel und der Altar stammen aus der Zeit zwischen 1678 und 1710 . Im Februar 1998 war der Turm der Andreaskirche eingerüstet. Die starken Absprengungen an den in ihrer Qualität unterschiedlichen Sandsteinquadern, insbesondere an den überlasteten Ecken, durch Verwitterung und Schadstoffbelastung gefährdeten die Stabilität des Turmes. Im August 1998 waren die in ihrer Qualität sehr unterschiedlichen Sandsteine des Turmes gereinigt, ergänzt und zum Teil ausgetauscht. Der verputzte und steinsanierte Turm steht nun als Symbol für die unabdingbare Sanierung des gesamten Stadtteils über dem Andreasviertel.

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