Der Name der Gemeinde Mühlberg lässt bereits vermuten, welches besondere technische Denkmal im zugehörigen Ort Altbelgern steht: eine historische Bockwindmühle aus dem Jahr 1834. Dieser älteste Windmühlentyp Europas erhielt seine Bezeichnung durch den hölzernen Bock, auf dem der Hausbaum steht und der das gesamte Bauwerk trägt. Auch die Bezeichnungen Ständermühle, Kastenmühle oder Deutsche Windmühle sind gebräuchlich und beziehen sich auf Aufbau, Form oder regionale Verbreitung. Die frühesten bekannten Bockwindmühlen entstanden bereits im frühen 12. Jahrhundert in Nordfrankreich und Belgien, während sie sich ab dem 15. Jahrhundert stärker im deutschen Raum verbreiteten.
Die Bockwindmühle Altbelgern, deren Existenz seit mindestens 1834 belegt ist, ist bis heute voll funktionstüchtig und kann nach wie vor Mehl mahlen. Wind und Wetter haben dem Holz im Laufe der Jahrzehnte jedoch zugesetzt. Helfen Sie mit Ihrer Spende, damit dieses einzigartige technische Denkmal, das über Jahrhunderte das Landschaftsbild in Mitteleuropa prägte, erhalten bleibt!
Im Gegensatz zu Galerieholländermühlen, bei denen nur der drehbare Kopf mit den Flügeln in den Wind gestellt wird, musste bei einer Bockwindmühle stets der gesamte Mühlenkasten bewegt werden. Der Müller verließ dazu die Mühle, um mittels eines langen Außenbalkens – dem Steert – die schwere Konstruktion in den Wind zu drehen. Der gesamte Mühlenaufbau sitzt dabei auf einem kräftigen senkrechten Hausbaum, der wiederum im namensgebenden Bock gelagert ist. Das Rutenkreuz, an dem die Flügel befestigt sind, kann im Leerlauf rotieren, was dem Müller wichtige Sicherheit bot, etwa bei starkem Wind oder zur Wartung der Mahltechnik. Diese Konstruktionsweise ermöglicht die vollständige Drehbarkeit der Mühle bei zugleich robuster mechanischer Funktionalität – Eigenschaften, die die Bockwindmühle über Jahrhunderte zu einem weit verbreiteten Mühlentyp machten. Die Altbelgerner Mühle verfügt über eine historische technische Ausstattung mit Mahlgang, Elevator (einer senkrechten Fördervorrichtung, die das Mahlgut innerhalb der Mühle nach oben transportiert) und einem Sechskantsichter, der seit 1953 elektrisch betrieben wird und das Mehl vom Schrot trennt.
Seit der letzten umfassenden Sanierung zwischen 1990 und 1998 sind erneut Schäden an der hölzernen Struktur entstanden. Der Steert benötigt eine Erneuerung und Wetterschutz, das Fachwerk des Mühlenkastens weist Reparaturbedarf auf, und auch der Anstrich der Außenschalung muss erneuert werden. Zusätzlich sind der vordere Wellbalken und die Flügelwelle sanierungsbedürftig.
Erste Arbeiten konnten bereits im vergangenen Jahr beginnen, doch vor allem der Mühlenbock, der für die Statik entscheidend ist und derzeit nicht mehr zuverlässig drehbar ist, muss dringend instandgesetzt werden. Damit die Bockwindmühle in Altbelgern wieder dauerhaft standfest wird, braucht es weitere Unterstützung. Helfen Sie mit Ihrer Spende, damit dieses beeindruckende technische Denkmal auch zukünftigen Generationen erhalten bleibt!