Morbach, Rheinland-Pfalz

Burgruine Hunolstein

Sagenumwobene Burganlage aus dem Mittelalter

War der Burgvogt Hugo von Hunolstein (gestorben um 1222) der Hunold aus der Nibelungensage, der als Kämmerer am Wormser Hof am Krieg gegen die Sachsen teilgenommen hat? Auch wenn das „d“ im Namen über die Zeit verloren gegangen ist – die potenzielle Verbindung zwischen der heute nur als Ruine erhaltenen Burg bei Morbach in Rheinland-Pfalz und dem im Ursprung deutlich älteren Heldenepos regt zu Spekulationen an. Vielleicht ist sie auch daher heute ein beliebtes Ausflugsziel – für den beeindruckenden Blick über den Hunsrück lohnt sich der Aufstieg allemal. Damit dieses imposante bauliche Zeugnis des Mittelalters erhalten werden kann, muss nun dringend der runde Eckturm an der Umfassungsmauer der Unterburg gesichert werden. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende dabei!

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Sitz der Herren vom „hohem Stein“

Hunolstein steht für „dem hohen Stein“. Nomen est omen: In fast 400 Metern Höhe wurde die Oberburg auf einem stark zerklüfteten Quarzitfelsen erbaut. Einst muss sie sehr bedeutend gewesen sein: In historischen Quellen werden Nebengebäude wie Stallungen und Scheunen, eine Kapelle, eine Schäferei, ein Backhaus, eine Küche, ein Hofhaus und ein gewölbter Keller genannt.

Graf Follmar II. von Blieskastel (1140-1223) errichte die Anlage um 1190 und nutzte dabei für die Oberburg den natürlichen Schutz des steil abfallenden Felsens an der Nordseite. Die Unterburg steht östlich davor. Burgverwalter und später sogar Eigentümer waren die Herren von Hunolstein – bis es 1487 keinen männlichen Nachfolger gab. Das Geschlecht starb aus, die Burg fiel an das Erzstift Trier.

Der kaiserliche Ritter Franz von Sickingen (1481-1523) eroberte die Burg 1522 im Zuge des „Ritterkriegs“ und plünderte sie. Im Dreißigjährigen Krieg (1618-48) erfuhr die Burg weitere Beschädigungen, endgültig besiegelt wurde ihr Ende 1689 durch französische Truppen im Pfälzischen Erbfolgekrieg.

Eckturm mit Einsturzgefahr – bitte helfen Sie!

Heute erzählt die Burg Hunolstein als Ruine von diesen Ereignissen. Vom Bergfried auf dem Quarzitfelsen ist nur noch ein quadratischer, gut drei Meter hohe Mauerrest erhalten. Doch die Reste der Umfassungsmauern und des runden Eckturms der Unterburg haben die Jahrhunderte überdauert, die Anlage ist gut 40 Meter lang, die Ringmauer bis zu 1,30 Meter dick und an der Südseite bis zu acht Meter hoch. Doch den runden Eckturm zeichnen sichtbare Risse, Einsturz droht. Um ihn zu sichern, sollen von außen unsichtbar Edelstahlanker in Querbohrungen eingebaut werden. Helfen Sie mit Ihrer Spende an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bei der Sanierung und Sicherung des Turms, um mit ihm die Burgruine als wichtiges Zeugnis mittelalterlicher Höhenburgarchitektur und regionaler Herrschaftsgeschichte zu erhalten!