Hoch über der Stadt Bernkastel-Kues, auf einem Felsvorsprung von etwa 60 Metern, thronen die Reste der mittelalterlichen Burganlage Landshut. Die heutige Anlage wurde gegen Ende des 13. Jahrhunderts unter dem damaligen Erzbischof und Kurfürsten von Trier, Heinrich II.von Finstingen erbaut. Die Befestigungen waren so stark, daß sie für die damalige Zeit als uneinnehmbar galten. Mit prächtigen Säulen, schönen Kammern, festen Mauern, imposanten Türmen und starken Brustwehren versehen, diente sie im 14. Jahrhundert als Residenz und Sommersitz. Vom 15. Jahrhundert an wohnte auch der Amtmann von Bernkastel auf der Burg. Bei einem Besuch Kaiser Maximilians 1512 erhielt sie den Ehrennamen Landshut.
1692 wurde die Anlage durch einen im Amtshaus ausgebrochenen Brand zerstört. 1815 wurde die Stadt Bernkastel Besitzerin der Burg Landshut. 1839 schenkte sie die Ruine dem preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm, der die Schenkung jedoch nicht annahm. Dennoch ließ Friedrich Wilhelm einige Sicherungsarbeiten durchführen. Wiederaufgebaut wurde die Anlage aber nicht mehr. 1920 ging sie erneut in den Besitz der Stadt Bernkastel über.
Die Ringmauern der trapezförmigen Kernburg aus
Schieferbruchstein haben sich teilweise noch bis zum Wehrgang
erhalten. Der runde, sich etwas nach oben verjüngende Bergfried an
der Südostecke hat einen äußeren Durchmesser von zehn Metern und
eine Höhe von 30 Metern. Die zwei hohen Räume werden von
Kuppelgewölben überspannt. Die oberste Decke trug früher die heute
eingestürzte Turmplattform.
Ab 2011 förderte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Sanierung
der Zwingmauer.