Die Dorfkirche in Milow, das südlich von Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern direkt an der Brandenburgischen Grenze liegt, ist wie viele andere in der Region, aus Feldstein errichtet worden. Dieser kommt nur in Gebieten vor, in denen Eiszeiten die kristalline Steinart hervorbrachten, die man als „Findlinge“ unmittelbar vom Boden auflas oder aus größerer Tiefe hob. Sie wurde für den Bau von Kirchen verwendet, wenn es keine anderen Steinvorkommen gab, die man in Steinbrüchen hätte bereit stellen können. Bereits im 14. Jahrhundert schichtete man die rundlichen, wenig behauenen Steine zu den Wänden der Dorfkirche Milow auf. Sie ist mit einem Satteldach gedeckt. Das Dachreitertürmchen mit den Glocken kam im 17. Jahrhundert hinzu. Doch das Dach braucht nun dringend Unterstützung – helfen Sie mit Ihrer Spende!
Die Dorfkirche hat die Grundform einer Saalkirche auf einem rechteckigen Grundriss. Ihre Ost- und Westwand werden durch dicke Strebepfeiler gestützt, die man später hinzufügte. Auf der Nordseite sind noch die Gemeinde- und die Priesterpforte erkennbar – Spitzbogenportale, die man zusetzte, als man den Eingang in den Westen verlegte. Die Kirche verfügt über kleine Fenster, die größtenteils aus der Erbauungszeit stammen.
Der kleine quadratische Glockenturm wurde aus Fachwerk im 17. Jahrhundert auf das Dach aufgesetzt. Er beherbergt eine Glocke mit einem Durchmesser von 0,58 Metern, die 1754 von C.D. Heintze gegossen wurde. Seine Gefache sind mit Backsteinen gefüllt und er wird von einem pyramidenförmigen Dach gekrönt.
Das Innere der Kirche ist mit einer flachen Holzdecke versehen, die durch Pfosten gestützt wird, an denen sich zwei unbemalte Schnitzfiguren befinden: Petrus und ein Engel. Drei kleine Spitzbogenfenster sind im Chorabschluss in die Wand eingefügt, von denen das mittlere teilweise vermauert ist. Bemerkenswert ist der Schnitzaltar aus dem 16. Jahrhundert, dessen Flügel in Reliefs die Mariengeschichte zeigen. Die Madonna entfernte man aus dem Schrein und setzte sie vorne an den Altar. So machte man aus dem Flügel- einen Kanzelaltar.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz förderte bereits die Sanierung des Turms und der Westfassade, nun müssen die erheblich beschädigten Dachflächen des Kirchenschiffes saniert werden: Die Deckenbalkenköpfe im Anschlussbereich an den Sparrenfußpunkt sind von Rissen und Brüchen gezeichnet und auch der über die Dachfläche ragende Ortgang des Ostgiebels aus Backsteinen auf dem Feldsteinmauerwerk liegt lose oder ist abgerutscht auf lockerem Unterbau. Auch der Fugen- und Außenputz des Feldsteinmauerwerks hat sich weitgehend vom Untergrund gelöst oder ist abgewittert und große vertikale Risse durchziehen die Mauern an den Gebäudeecken. Helfen Sie mit Ihrer Spende, dieses wertvolle Denkmal zu erhalten!