Gut Gamig
Dohna, Sachsen
Bild: Norbert Kaiser - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37513026

Gut Gamig

Rittergut am Tor zum Osterzgebirge

„Gamig, in Urkunden auch Gomig genannt, ist ein Rittergut mit einem hübschen Schlosse, und liegt fast drei Stunden südöstlich von Dresden… Der siebenjährige Krieg brachte vieles Elend über das freundliche Thal und noch jetzt erinnern sich viele ältere Leute der Schreckenszeit des Jahres 1813, wo die Französische Armee in hiesiger Gegend bivouaquirte.“ Auszug aus: Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen; Band 2, Seite 55-56 von 1856. Gut Gamig liegt auch heute noch mitten im sächsischen Land. Malerisch inmitten von Obstbäumen prägt es bis weithin die Silhouette auf einer Hochfläche am Eingang zum Osterzgebirge. Doch das ehemalige Rittergut ist riesig - und baufällig. Helfen Sie mit einer Spende, das akut sanierungsbedürftige Gut Gamig zu erhalten!<

Spenden Sie für das Gut Gamig!


1411 erstmals urkundlich erwähnt

Gamig wurde 1411 erstmals urkundlich erwähnt. Es war ein befestigter Rittersitz, umschlossen von einer mit Wachtürmen und Schießscharten versehenen Ringmauer. Das heutige Erscheinungsbild des Schlosses entstand hauptsächlich im 16., 18. und 19. Jahrhundert. Im Zuge der Bodenreform 1946 wurde das Gut nicht aufgeteilt, sondern in ein Volksgut überführt. Die 1945 enteignete Besitzerfamilie verzichtete 1991 entschädigungslos zugunsten eines gemeinnützigen Vereins. Heute ist das Rittergut eine Rehabilitationseinrichtung für chronisch psychisch kranke Menschen.

Das Neue Schloss besteht aus dem mächtigen Wohnturm, der an der südwestlichen Ecke an das eigentliche dreigeschossige Schloss mit Walmdach sowie Arkadengang und Treppenturm anschließt, dem Semper, der nach dem berühmten Architekten der Semperoper in Dresden Gottfried Semper (1803-79) benannt wurde. Der Treppenturm mit oktogonalem Grundriss stammt noch aus dem 16. Jahrhundert, so belegt eine Putzritzung von 1575. Teile des Hauptbaus sind ebenfalls dieser Phase zuzuordnen. Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude in spätklassizistischen Formen zum Wohngebäude umgebaut. Dabei fügte man auf der Nordseite zum Park einen Anbau an. Der Wohnturm mit rechteckigem Grundriss und Walmdach besitzt noch größtenteils die originale Putzgestaltung von 1834 mit gefugten Ecklisenen und Glattputzflächen. Auch ebenjener Gottfried Semper soll hierbei mitgewirkt haben.

Gut Gamig ist akut in Not

Von 1920-50 wurden die Fassaden nochmals überarbeitet. Das Neue Schloss erhielt Spritzbewurf und neue Fenster. Weitere Reparaturen und Fensteraustausch erfolgten bis in die 1980er Jahre, doch die Instandsetzung muss dringend fortgeführt werden. Bisher erfolgten vorrangig am Turm Reparaturen zur statischen Ertüchtigung. Nach der Sanierung des Renaissance-Hauses 2007/08 lässt sich erahnen, wie herrlich dieses ehemalige Rittergut vormals war. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz möchte mit Ihrer Unterstützung Dach und Fassaden instandsetzen. Unterstützen Sie das Projekt mit Ihrer Spende!

ehemaliges Rittergut; 1411 erstmals urkundlich erwähnt; Förderung 2020

Adresse:
Gamig 2
01809 Dohna
Sachsen