Das Rathaus zu Lüneburg stellt die Vereinigung verschiedenster Umbauphasen und Erweiterungen von der Mitte des 13. bis in das 19. Jahrhundert dar. Entscheidende Modernisierungen brachten 1564–67 das Neue Rathaus anstelle des ersten Gewandhauses und 1603 die Erneuerung von Marktgiebel und Niedergericht nach Entwurf von D. Freese. Nach dem Einsturz der im "lübschen" Stil errichteten Marktfront erfolgte ihr Neubau nach dem Entwurf von G. Schultz im Jahr 1720. Die wertvolle Ausstattung der Innenräume unterstreicht die außerordentliche Bedeutung des Lüneburger Rathauses und spiegelt ebenso die Vielfalt der Umbauphasen wieder. Das Gebäude stellt weit über den norddeutschen Raum hinaus einen der wichtigsten Rathausbauten Deutschlands dar, an dessen Erhalt ein erhebliches öffentliches Interesse besteht. Die zu restaurierenden Räume wurden in der Zeit von 1330 (Gerichtslaube) bis circa 1607 (Fürstensaal) erbaut und ausgestattet. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat in den Jahren von 1999 bis 2002 die Restaurierung von Gemälden und Malereien sowie Holzarbeiten im Fürstensaal, dem Niedergericht, der Rathausdiele, der Gerichtslaube und der Alten Kanzlei gefördert und sich an Maurerarbeiten beteiligt.
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