Schloss
Penkun, Mecklenburg-Vorpommern

Schloss

Renaissanceschloss mit mittelalterlichem Kern

Umgeben von Seen liegt die Stadt Penkun mit rund 2.000 Einwohnern in Mecklenburg-Vorpommern, grenznah zu Polen. Bereits zu slawischer Zeit entstand hier eine Ansiedlung, die 1240 erstmals urkundlich als Dorf und 1269 als Stadt Penkun erwähnt wurde. Prägend für den Ort ist das auf einem Hügel thronende Schloss im Nordwesten. Der stattliche Renaissancebau wurde unter Einbeziehung von Teilen der bereits 1190 bezeugten herzoglichen Burg errichtet. Vermutlich für Joachim von Schulenburg wurde die unregelmäßige Dreiflügelanlage aus dreigeschossigen Putzbauten durch den Italiener Thaddäus Paglioni erbaut.

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Im Südflügel liegt die geräumige Durchfahrt; die Erdgeschoßräume haben Tonnengewölbe mit Stichkappen. Der Ostflügel ist mit schlichten Dreiecksgiebeln und einem achteckigen Eckturm ausgezeichnet, dessen geschweifte Haube weithin sichtbar ist. Im Erdgeschoss befinden sich hier zwei Räume mit stuckierten Sterngewölben auf toskanischen Mittelsäulen, während die Räume im Obergeschoss flache Stuckdecken aufweisen.

Der Westflügel wird durch das aufwendige Hauptportal mit Dreiecksgiebel, Maskenköpfchen und Sitznischen im Gewände besonders betont. Ein oktogonales Belvedere schließt den Westbau ab. Auch hier finden sich im Erdgeschoss Räume mit Kreuzrippengewölben. Im Inneren sind noch mehrere Kamine und Reste von Deckenmalereien aus der Erbauungszeit erhalten.

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1615 wurde das Schloss von der Familie Schulenburg, die seit 1480 mit Penkun belehnt war, an die pommersche Familie von der Osten verkauft, die es - mit einer Unterbrechung von 1756-1814 - noch bis 1945 bewirtschaftete.

Nach langem Dornröschenschlaf wurde die Standsicherheit des Gebäudes durch umfangreiche Maßnahmen am Dach und Mauerwerk sowie durch die Fensterinstandsetzung wiederhergestellt. Von 1991 bis 2001 konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Ihrer Spenden bei den Sanierungsmaßnahmen an der ortsprägenden Anlage unterstützen. Heute wird in in einzelnen Räumen eine Ausstellung zur Regionalgeschichte gezeigt.

Erfahren Sie mehr über dieses Denkmal im Online-Magazin Monumente der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mehr