Auf einem steilen Felsrücken östlich oberhalb von Haigerloch
gelegen, bildet die Schlossanlage Haigerloch mit der auf dem
südlichsten Vorsprung angeordneten Schlosskirche eine
eindrucksvolle Baugruppe.
Die Kirche wurde von 1584-1609 durch Hans Stockher und Martin
Schill errichtet. Graf Christoph von Hohenzollern-Haigerloch ließ
die Burg zum heutigen Renaissanceschloss ausbauen. Die
Schlosskirche wurde zugleich auch zur Grablege seines
Familienzweigs bestimmt, der aber bereits 1634 wieder erlosch.
Im Jahr 1700 wurde der Neue Bau des Schlosses zugefügt. Im Jahr
1745 verlegte Fürst Joseph Friedrich von Hohenzollern vorübergehend
seinen Wohnsitz von Wien auf das Schloss und sorgte für weitere
Bautätigkeit. Der Hochaltar, der 1609 geweiht wurde, gilt als
bedeutendstes Werk der Renaissance-Plastik in Hohenzollern und
weist über 60 Holzplastiken auf. 1748 erhielt der Turm einen
anderen Abschluss. Im gleichen Jahr erfolgte die Barockisierung des
Inneren, vermutlich durch Christian Großbayer.
Die ehemalige Schlosskirche ist heute die kath. Pfarrkirche St.
Trinitatis von Haigerloch. Beim Ensemble Schloss und Schlosskirche
von Haigerloch handelt es sich um ein Baudenkmal von überregionaler
Bedeutung - gerade wegen der wertvollen Ausstattung der Kirche.