Kiel, Schleswig-Holstein

Sportsegler „Düsselboot“

Hilfe für eine segelnde Legende

Die 1980 erbaute „Outsider“, später „Düsselboot“ galt als schnellstes Hochseerennboot ihrer Zeit. Dank eines Tricks konnte das deutsche Team mit dem hochmodernen und experimentellen Neubau der Konkurrenz davonsegeln: Die Hochseeyacht war mit 11,90 Metern Rumpflänge so klein gebaut, wie sie laut Wettkampfregeln für die Klasse minimal sein durfte, dafür war die Segelfläche überdimensioniert. Technisch war die 1980 gebaute Hochseeyacht ein Novum. 2019 wurde die Legende in einem desolaten Zustand aus den USA gerettet und als Containerfracht – nicht segelnd – wieder nach Deutschland gebracht. Helfen Sie mit Ihrer Spende, dass die berühmte Yacht wieder Fahrt aufnimmt!

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Zu schnell für die Konkurrenz

Als die „Düsselboot“ im Jahr 2020 zum zweiten Mal in ihrem Bootsleben auf der Messe „boot Düsseldorf“ ausgestellt wird, ist sie „das wohl berühmteste Stück Hightechschrott der deutschen Segelgeschichte“ – so schrieb wenig schmeichelhaft ein Fachmagazin. Die Schäden durch die Witterung und Verrottung sind selbst für Laien kaum zu übersehen. Aber sie wurde gerettet!

1981 war das Segelschiff erstmals auf der „boot Düsseldorf“. Ein Jahr vorher entstand die Yacht auf der Werft in Wedel bei Hamburg unter dem im Yachtbau als revolutionär bezeichneten Michael Schmidt (*1948) und dem später weltberühmten Konstruktionsteam Rolf Vrolijk (*1946) und Friedrich Judel (*1948). Während andere Yachten in dieser Größenklasse einen Kern aus Aluminium hatten, wurden bei der „Outsider“ Materialien aus dem Flugzeugbau genutzt. Das Experimentieren mit den damals exotischen Materialien war zu der Zeit gerade in Mode, die „Outsider“ zeigte, was möglich ist. Durch die Epoxy-Konstruktion konnte das Gewicht im Vergleich zur Konkurrenz halbiert werden. Mit ihrem 7/8-Rigg war die Segelyacht federleicht und schnell: ein Durchbruch für die Regattaszene der Hochseeyachten.

Die Yacht wurde zum ersten Sponsoring-Projekt der „boot Düsseldorf“. So kam die Namensänderung in „Düsselboot“ zustande, auch wenn die im internationalen Sport oft fehlenden Ü-Striche zu Verwunderung führen konnten. Sie war so schnell, dass der Mast in einer Regattaserie gleich zweimal brach. Der Schaden wurde über Nacht repariert, das Team segelte trotz geschädigtem Mast noch auf den dritten Platz. 1983 gehörte die Yacht zum deutschen Siegertrio beim Admiral’s Cup, der inoffiziellen Weltmeisterschaft im Hochseesegeln. Heute steht sie auf der Liste der beweglichen Kulturdenkmale.

Regattatraining für Jugendliche

Nun gibt es Engagierte, die die segelnde Legende wieder flott machen wollen. Das Innenleben der Yacht ist stark beschädigt und auch Kiel, Rumpf, Deck, Rigg, Mast, Motor und Segel sind in einem desolaten Zustand. Mit Ihrer Spende können Sie dabei helfen, die „Düsselboot“ wieder klarzumachen. Zukünftig sollen junge Seglerinnen und Segler mit ihr für Regatten trainieren.