Northeim, Niedersachsen

St. Sixti-Kirche

Spätgotische Hallenkirche mit wertvoller Ausstattung

Dort, wo die Südwestausläufer des Harzes langsam in den Solling übergehen, liegt die niedersächsische Stadt Northeim. Neben den zwölf Seen der Northeimer Seenplatte und der historischen Altstadt ist vor allem auch die spätgotische St. Sixti-Kirche ein beliebtes Touristenziel des Ortes. Unter der wertvollen Ausstattung des Gotteshauses sticht ein besonderer Schatz hervor: Mit der prächtigen Gloger-Orgel aus dem 18. Jahrhundert beherbergt St. Sixti eine der größten barockdisponierten Orgeln Niedersachsens. Doch das meisterliche Instrument ist verunreinigt und sanierungsbedürftig. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!

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Glas und Pfeifen aus Meisterhand

Wahrscheinlich bereits um 1200 hat am heutigen Standort von St. Sixti auf einer Anhöhe am Südostrand des Altstadtkerns ein Sakralbau gestanden. Die Errichtung des spätgotischen Neubaus erfolgte ab dem 15. Jahrhundert in mehreren Abschnitten, deren Phasen mit der Chorweihe 1478, der Errichtung des Langhauses zwischen 1492 und 1498 und seiner Eindeckung mit einem Gewölbe zwischen 1513 und 1519 ihren jeweiligen Abschluss fanden. Nach letzten Arbeiten am Westturm und den beiden ihn flankierenden Kapellen wurde der Bau vermutlich noch vor 1520 fertiggestellt.

Wie das Ergebnis aussah, ist unmittelbar nachvollziehbar – bis heute zeigt sich das Gotteshaus in kaum veränderter Form. St. Sixti ist eine dreischiffige und siebenjochige Hallenkirche mit einer vorkragenden fünfseitigen Apsis und zwei gerade abschließenden Chorseitenkapellen. Weithin sichtbar ragt ihr rund 60 Meter hoher Turm mit auffällig gedrehtem, schieferverkleidetem Spitzhelm aus dem umgebenden Häusermeer hervor.

Hohe Fenster mit aus steingehauenen Fischblasen – eine geschwungene Ornamentform, die auf der einen Seite abgerundet und auf der anderen spitz zulaufend ist – erhellen den großen Innenraum mit seiner wertvollen Ausstattung. Dazu gehören etwa ein bronzenes Taufbecken von 1509 und ein um 1430 entstandener Hochaltar, der noch aus dem Vorgängerbau stammt. An der Nordseite des Langhauses sind meisterlich ausgeführte mittelalterliche Glasfenster zu bewundern. Ihre Malereien, die zu den bedeutendsten in ganz Norddeutschland zählen, zeigen Passionsszenen.

Geprägt wird der Innenraum aber zweifelsohne durch die prachtvolle Orgel auf der Westempore, die bis zum Scheitel des Gewölbes reicht. 1721 wurde der bedeutende Orgelbauer Johann Hinrich Gloger (um 1670-1732) von Stadtrat und Kirchenräten mit dem Bau beauftragt, da die alte Orgel von etwa 1550 als zu schwach empfunden wurde. Vollendet wurde das „neue“ Instrument aber erst durch seinen Sohn, Johann Wilhelm Gloger (1702-1760), im Jahr 1734. Wenige Jahre später erhielt die Gloger-Orgel ein geschnitztes, teils vergoldetes Gehäuse. Mit ihren 52 Registern begeistert sie Orgelliebhaber von nah und fern.

Prachtvolle Gloger-Orgel braucht Ihre Hilfe!

Wie in vielen Gotteshäusern, ist auch in St. Sixti die Kirchenmusik zentral für die Gemeindearbeit. Umso bedauernswerter, dass die Orgel aktuell nicht ihre volle Klangfülle entfalten kann. Schimmel, Schmutz und eine schlechte Windversorgung setzen ihr zu, einige Pfeifen sind aus Platzgründen stark abgeknickt und ihr Klang daher unzureichend. Auch kann die Orgel derzeit nicht gut mit anderen Instrumenten zusammengespielt werden, da ihr Ton deutlich zu hoch ist. Helfen Sie dabei, das über 300 Jahre alte Instrument zu reinigen und zu sanieren – damit es möglichst bald wieder kraftvoll aus allen Pfeifen tönen kann!