Friedenskirche
Potsdam, Brandenburg
Foto: Stiftung Preußisches Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Friedenskirche

Retten Sie den Glockenturm!

Wer genau hinsieht, erkennt am glänzenden Metall auf den Dächern, dass die ersten dringend notwendigen Sanierungsarbeiten an der Friedenskirche schon durchgeführt wurden. Die Dächer sind wieder dicht, das wertvolle mittelalterliche Mosaik in der Apsis ist gesichert, gereinigt und restauriert. Ein Erfolg, der auch dank vieler Spenden möglich wurde. Das bedeutet ein kurzes Aufatmen für die Liebhaber des Kirchenbaus, doch wirkliche Erleichterung kann sich noch nicht breit machen. Der Glockenturm, der neben der Kirche steht, bleibt das größte Sorgenkind der Friedenskirche. Der sogenannte Campanile ist in seiner Substanz stark gefährdet. Das Kreuz auf dem Turm musste bereits abgenommen werden. Nur Baufachleute und Denkmalexperten wagen sich noch in den Turm hinein und die gusseiserne Wendeltreppe hoch, um sich ein Bild der Schäden zu machen. Was alles getan werden muss, ist inzwischen klar. Das Sanierungskonzept steht. Allein es fehlt das Geld. Rund 500.000 Euro werden noch für die denkmalgerechte Sanierung benötigt.

Helfen Sie der Potsdamer Friedenskirche!


Eine italienische Kirche in Potsdam

Wie ein Gemälde komponierte König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen (1795-1861) die Friedenskirche mit dem künstlich angelegten Teich in den Park von Sanssouci. Der König hatte ein Händchen für romantische Architekturlandschaften und ein Faible für italienische Kunst und frühchristliche Kirchen. Die Architekten Ludwig Persius (1803-45) und - nach dessen frühem Tod - August Stüler (1800-65) setzten die Ideen des Königs für seine Hofkirche kongenial um. 1848 war die Friedenskirche vollendet und die italienischen Vorbilder der Säulenbasilika unverkennbar. Ein jahrhundertealtes Mosaik, das aus einer zum Abbruch freigegebenen Kirche im italienischen Murano stammt, wurde überdies zum Blickfang im Kircheninnern.

Zahn der Zeit

Ihre besondere Lage im Park Sanssouci macht die Friedenskirche heute zum Magnet für Touristen aus aller Welt. Aber nicht nur das: Sie ist auch der Stolz der Potsdamer, beliebter Ort für Hochzeiten und Taufen sowie Mittelpunkt einer engagierten Kirchengemeinde. Ihr Glockenturm ragt 42 Meter in die Höhe und markiert weithin sichtbar den Übergang von der Innenstadt zum Park. Doch diese Landmarke ist in großer Gefahr. Momentan ist der Campanile nur notgesichert. Denn soweit die Vorbilder für die Bauform auch in die Vergangenheit zurückreichen, so zeitgenössisch war im 19. Jh. die Bauausführung.

Hinter mittelalterlich anmutenden, gemauerten Rundbögen steckte ursprünglich eine reine Eisenkonstruktion. Etwa 50 Jahre nach dem Bau der Kirche waren die Geschossdecken aus Gusseisenplatten so verrostet, dass sie durch massivere Betondielen ersetzt wurden. Nach über 100 Jahren hält auch diese Hilfskonstruktion nicht mehr. Darüber hinaus hat der Zahn der Zeit auch Mauerwerk und Säulen stark zugesetzt. Terrakotta- und Sandsteinelemente sind abgebrochen, die Tragfähigkeit einiger Säulen ist nicht mehr gegeben. Rost setzt der eisernen Wendeltreppe immer weiter zu.

Helfen Sie mit!

Es ist Zeit zu handeln. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, der Bauverein der Friedenskirchengemeinde und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wissen um die Bedeutung des einzigartigen Denkmals und möchten mit vereinten Kräften die Sanierung des Turmes angehen. Doch dafür benötigen wir Ihre Unterstützung! Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende für die Friedenskirche!

Historistische Säulenbasilika mit Narthex und Campanile, 1848 nach Plänen von Ludwig Persius und Friedrich August Stüler, Förderung 2015-2018

Adresse:
Am Grünen Gitter
14469 Potsdam
Brandenburg