Ulrepforte
Köln, Nordrhein-Westfalen

Ulrepforte

Einer der letzten Türme an der Kölner Stadtmauer

Köln besaß im 13. Jahrhundert mit seinem 7000 Meter langen Mauergürtel, den zwölf Toren und zahlreichen Türmen die größte Stadtbefestigung des Deutschen Reiches. Die Stadtmauer - 1200-50 errichtet aus rheinischem Trachyt, Tuff und Basalt - umschloss die Stadt halbkreisförmig mit dem Rhein als Ost-Grenze. 1881 wurden für eine Stadterweiterung die Mauerzüge bis auf wenige Reste und von den zwölf Toren acht abgerissen.

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Von einer Wacht zu einer Mühle zu den Kölner Funken

Die Ulrepforte befindet sich im Südwesten der Stadt, war Teil der halbkreisförmigen Befestigung und wurde um 1230 fertiggestellt. Entsprechend dem Typus der meisten kölnischen Stadttore war auch die Ulrepforte ein Doppelturmtor mit zwei halbrunden Türmen.
Der Name leitet sich von den Eulern oder Ülern, den Töpfern ab, deren Werkstätten sich wegen der Feuersgefahr außerhalb der Wohngebiete befanden. Um 1446 verlor die Ulrepfote ihre Bedeutung als Stadttor und wurde vermauert. Vermutlich um 1400 ließ die Stadt hier einen runden Mühlenturm mit Windmühle errichten. Die sogenannte Karthäusermühle arbeitete bis 1850. Im 19. Jahrhundert wurde eine zweigeschossige Caponniere aus Backstein an die Toranlage und in den Stadtgraben gebaut, um das unmittelbare Vorfeld der Mauer beschießen zu können. Nach dem Abriss der Mauerzüge restaurierte Dombaumeister Vinzenz Statz 1885/86 das Tor und erneuerte das Dach des einstigen Mühlenturmes, der seine Funktion verloren hatte und nun eine hölzerne Galerie erhielt. Seit 1956 wird die Ulrepforte vom ältesten Kölner Traditionskorps, den Roten Funken, als Vereinsheim genutzt.
Seit 2012 fördert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Sanierung des Mauerwerks der Ulrepforte.

Turmbau aus Basalt-, Trachyt- und Tuffstein, Anfang 13. Jh., 1885/86 restauriert, Förderung 2012

Adresse:
Sachsenring
50677 Köln
Nordrhein-Westfalen