Informationen für Ihre Berichterstattung zum Schwarzbuch der Denkmalpflege – ein Verzeichnis verlorener Geschichte

Mit dem Schwarzbuch der Denkmalpflege – ein Verzeichnis verlorener Geschichte bietet die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den einzigen bundesweiten Lagebericht der Denkmallandschaft in Deutschland. Die jährlich erscheinende Publikation dokumentiert exemplarisch aktuelle Denkmalverluste und akute Denkmalbedrohungen in Deutschland. 

Hier finden Redakteure und Journalisten grundlegende Informationen zur Publikation und passendes Bildmaterial zum Download.

Wir freuen uns auf Ihre Berichterstattung über unser Schwarzbuch der Denkmalpflege!

Pressematerialien

2. Pressebilder

Die Verwendung der hier angebotenen Bilder ist ausschließlich für Presseberichterstattung zum „Schwarzbuch der Denkmalpflege“ freigegeben. Unter den jeweiligen Vorschaubildern finden Sie die passenden Downloads. Bitte beachten Sie die entsprechenden Bildnachweise. 

Pressekonferenz zur Veröffentlichung des Schwarzbuch der Denkmalpflege im Haus der Bundespressekonferenz Berlin.
Bildnachweis: DSD/R. Rossner

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Kundgebung zur Veröffentlichung des Schwarzbuch der Denkmalpflege am Brandenburger Tor in Berlin, August 2025
Bildnachweis: DSD/R. Rossner

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Kundgebung in Berlin, Dr. Steffen Skudelny, Vorstand, und Eva Masthoff, Abteilungsleiterin Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der DSD.
Bildnachweis: DSD/R. Rossner

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Schwarzbuch der Denkmalpflege: Titelseite.

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Schwarzbuch der Denkmalpflege: Inhaltsbild Denkmalfakten.

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Schwarzbuch der Denkmalpflege: Inhaltsbild Das fordern wir.

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Schwarzbuch der Denkmalpflege: Inhaltsbild Für immer verloren.

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Schwarzbuch der Denkmalpflege: Inhaltsbild Gefährdet.

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Schwarzbuch der Denkmalpflege: Inhaltsbild Gerettet.

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Häufig gestellte Fragen

FAQs Schwarzbuch der Denkmalpflege – ein Verzeichnis verlorener Geschichte

Das Schwarzbuch der Denkmalpflege – ein Verzeichnis verlorener Geschichte ist eine rund 300 Seiten umfassende Publikation, in welcher die Deutsche Stiftung Denkmalschutz jährlich exemplarisch Denkmalverluste und akut gefährdete Denkmale in Deutschland dokumentiert.

Mit dem Schwarzbuch der Denkmalpflege hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ein in der Denkmalwelt zuvor nie dagewesenes Werk erschaffen. Es war der erste und ist nach wie vor der einzige bundesweite Lagebericht zur Denkmallandschaft in Deutschland.

Nein, das Schwarzbuch der Denkmalpflege dokumentiert den folgenschweren Umgang mit Denkmalen anhand exemplarischer Fälle verlorener und akut bedrohter Denkmale, die typische Verlustmuster aufweisen. Gleichzeitig möchte das Werk Missverständnisse und Verzerrungen widerlegen, die das Bild von Denkmalschutz in der Öffentlichkeit prägen, und auf den Wert und die Wandelbarkeit von Denkmalen aufmerksam machen. Begleitend enthält das Buch auch Informationen zu aktuellen Herausforderungen im Denkmalschutz, zu deutscher Denkmalpolitik und -strukturen sowie Exkurse zu verschiedenen Themen der praktischen Denkmalpflege. Auch zentrale Forderungen für eine dringend erforderliche Verbesserung der Denkmalsituation werden formuliert sowie konkrete Lösungsmöglichkeiten oder gerettete Denkmale vorgestellt.

Nein, das Schwarzbuch der Denkmalpflege ist keine vollständige Erfassung verlorener Denkmale. Es sammelt jeweils im Zeitraum von zwei Jahren vor Erscheinungsjahr typische und eindrückliche Beispiele, macht Verlustmuster sichtbar und möchte einen kleinen Lagebericht über den Zustand unseres denkmalgeschützten Kulturerbes geben. Da nicht alle Bundesländer die Entwicklung des Denkmalbestands transparent und vollumfänglich veröffentlichen, ist eine vollständige Erfassung leider unmöglich. Auch die uneinheitliche Datenlage der Bundesländer (z.B. hinsichtlich quantitativer Erfassungssystematik) erschwert eine bundesweite Statistik. 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist für die Kreation, Redaktion und Konzeption des Schwarzbuch der Denkmalpflege allein verantwortlich.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz recherchiert, sammelt und kategorisiert hierfür jedes Jahr flächendeckend verlorene sowie gefährdete Denkmale und arbeitet diese Fälle auf. Die wichtigste Quelle stellen dabei Presseberichte und Direktanfragen an Behörden dar. Zudem gibt es ein digitales Meldeportal mit der Möglichkeit für alle Interessierten, selbst Denkmale zu melden, die akut bedroht oder in den vergangenen zwei Jahren verloren gegangen sind. Auch diese bilden eine wichtige Grundlage für die Auswahl der im Schwarzbuch vorgestellten Denkmale.

Im August 2025 veröffentlichte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland erstmals das Schwarzbuch der Denkmalpflege. Es erscheint seitdem jährlich im August/September. 

Als größte, private und bundesweit tätige Stiftung im Bereich Denkmalpflege in Deutschland hat sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Erarbeitung dieses bundesweiten Lageberichts zur Denkmallandschaft zur Aufgabe gemacht – nicht nur aus Kenntnis des akuten Bedarfs und der vielen Missstände im Denkmalschutz heraus, sondern auch aufgrund ihres Anspruchs, sich mit aller Kraft als Anwalt bedrohter und verlorener Denkmale einzusetzen.

  • Mit dem jährlichen Verzeichnis verlorener Geschichte macht die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Öffentlichkeit auf gravierende Missstände aufmerksam und stellt konkrete Forderungen an die Politik.
  • Das Werk soll die öffentliche Debatte zugunsten eines wirksameren Denkmalschutzes in Deutschland befördern und Denkmalverluste anhand von Beispielen anschaulich machen. Es zeigt Lösungsansätze auf, benennt Missstände und zieht Bilanz.
  • Bewusstmachung der gravierenden Missstände im Denkmalschutz in der Öffentlichkeit, bei politischen Entscheidern und in der Fachwelt
  • Lückenschluss in Erfassung, Bilanzierung und allgemeinem Lagebild der deutschen Denkmallandschaft
  • Korrektur der sowohl in Medien, Politik und Öffentlichkeit verbreiteten Zerrbilder des Denkmalschutzes
  • Platzierung des Themas Denkmalschutz im gesellschaftlichen und politischen Diskurs

Das Schwarzbuch der Denkmalpflege gibt es kostenlos online als Download. Es kann auch gebührenfrei als gedruckte Broschüre (DIN A5 Format) bestellt werden: www.schwarzbuch-der-denkmalpflege.de

Jeden Tag fallen Denkmale Abrissbaggern und destruktiven Planungen in ganz Deutschland zum Opfer – diese Zahl war selbst den Behörden nicht bekannt, sie überstieg bei Weiten die Vermutungen. 

Akut bedrohte Denkmale können im Meldeportal der DSD gemeldet werden, um es der Schwarzbuch-Redaktion als Grundlage für die Auswahl bekannt zu machen. Das Meldeportal ist online erreichbar unter: https://www.denkmalschutz.de/denkmale-melden. Zudem ist es immer sinnvoll, lokal nach Möglichkeiten zu suchen, die Verantwortlichen (Eigentümer, Ämter und Behörden) zu erreichen. Die Untere Denkmalschutzbehörde kann ein sehr guter Anlaufpunkt sein und ist ggf. für sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung dankbar. Manchmal gibt es auch schon aktive Bürgerinitiativen, die sich für den Erhalt eines gefährdeten Denkmals stark machen. 

Ja, denn eine von vielen positiven Auswirkungen der Publikation Schwarzbuch der Denkmalpflege – ein Verzeichnis verlorener Geschichte ist, dass das Werk Fachämtern und Behörden den Rücken stärkt, da es sowohl auf die Relevanz unserer gebauten Geschichte als auch auf das Erfordernis angemessener Rahmenbedingungen (finanziell, personell, fachlich, aber auch politisch) im Denkmalschutz hinweist.

Die Forderungen der Stiftung im Schwarzbuch lauten:

1. Bundesweite Erfassung des Denkmalbestands in Deutschland

Es ist ein dringend zu behebender Missstand, dass die genaue Anzahl von Denkmalen in Deutschland, mit Lage, Kategorisierung und Unterschutzstellungsangaben, nicht in einer bundesweiten, einheitlichen Statistik erfasst wird. Dadurch gibt es weder in den Bundesländern noch bundesweit eine Datengrundlage zur Ermittlung des Bestands und der Entwicklung unseres kulturellen Erbes. Eine solche Sachgrundlage über die deutsche Denkmallandschaft ist jedoch unverzichtbar – auch hinsichtlich eventueller Krisenfälle, die eine schnelle Gesamtkoordination zur Rettung von Kulturgut notwendig machen. Das ist nur mit einer länderübergreifenden Steuerung möglich. Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, diese wichtige Grundlage in Deutschland zu schaffen und kontinuierlich zu pflegen.

2. Abrissvorhaben, Streichungen von der Denkmalliste und Denkmalverluste transparent veröffentlichen

Weder die Tatsache, dass ein Denkmal seinen Schutzstatus verliert, noch Denkmalverluste oder Abrisspläne werden derzeit der Öffentlichkeit transparent und rechtzeitig dargelegt. Wir fordern daher für alle Bundesländer die Veröffentlichung eines verpflichtenden bundesweiten jährlichen Reports über Schutzstatusveränderungen sowie eine umgehende Veröffentlichung von Denkmalverlusten und Abrissvorhaben bzw. Abrissantragsstellungen an zentraler, öffentlich einsehbarer Stelle.

3. Denkmalfachlichkeit stärken

Sowohl in den Behörden als auch in Lobbyverbänden möchten wir die Stimme von Denkmalexperten stärken. Wir fordern daher: Eine verpflichtende denkmalfachliche Ausbildung für alle Mitarbeiter der Denkmalpflege in Behörden und Ländern nach einem qualifizierten Anforderungskatalog sowie die Bildung (auch politisch) unabhängiger Behördenstrukturen. Ebenfalls fordern wir die Politik zu einer angemessenen Erhöhung der personellen Ausstattung der Denkmalbehörden auf, um Verfahren zu beschleunigen und Denkmaleigentümer beratend zu unterstützen. 

4. Sanktionsmöglichkeiten nutzen

Wir ermutigen die zuständigen Behörden und Entscheider, in Fällen von Verstößen gegen das geltende Denkmalrecht mehr Gebrauch von rechtlichen Sanktionsmöglichkeiten zu machen. Dies können sein: • Ersatzvornahmen zur Rettung akut bedrohter Denkmalsubstanz • Bußgeldverfahren (z. B. im Falle von ungenehmigten Baumaßnahmen bzw. Abrissen) anstreben und vollstrecken • Im Fall von ungenehmigten Denkmalabrissen: Wiederaufbaupflicht gerichtlich durchsetzen.

5. Bauen im Bestand stärken und vereinfachen

Dass Bauen im Bestand eine größere Rolle spielen muss, hat viele Gründe: Umweltschutz, Ressourcenschonung und nachhaltiges Wirtschaften sind einige davon. Daneben ist das Bauwesen in Deutschland allgemein von einer starken Bürokratie und Auflagen geprägt, die sich teils sogar widersprechen. Neben den zahlreichen Bauauflagen müssen gegebenenfalls auch denkmalpflegerische Vorgaben berücksichtigt werden – eine nicht zu unterschätzende Herausforderung für alle Beteiligten. Wir fordern – analog zu den bestehenden Landesbauordnungen – die Entwicklung einer zentralen Umbauordnung, um Bauen im Bestand zu vereinheitlichen und Auflagen zu harmonisieren. Auch fordern wir ein politisches Bekenntnis zu mehr Bauen im Bestand als generelles Ziel. 

6. Denkmalschutz ernst nehmen und aktiv Lösungen suchen 

Denkmale zu erhalten, ist eine Pflicht, die uns allen zugutekommt. Wir möchten, dass durch die rechtzeitige Einbeziehung von Fachleuten und ein Grundverständnis für den Denkmalschutzgedanken bei der Suche nach denkmalverträglichen Lösungen besser beraten werden kann und Behörden und Eigentümer besser zusammenarbeiten.

7. Finanzielle Entlastung von Denkmaleigentümern und niedrigschwellige Förderprogramme für Denkmale

Denkmalschutz und -pflege liegen im Interesse der Allgemeinheit. Denkmalbesitzer leisten daher einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft. Gleichwohl wird ihnen eine große finanzielle Verantwortung für Pflege und Erhalt übertragen. Die Kosten für handwerkliches Bauen, für besondere Materialien und traditionelle Techniken steigen überproportional im Vergleich zum industriellen Bauen. Daher müssen Denkmaleigentümer mehr finanzielle Entlastung über steuerliche Anreizprogramme erhalten. Da diese aber umso vorteilhafter sind, je finanzstärker der Denkmaleigentümer ist, braucht es zusätzlich ausreichend ausgestattete, langfristig laufende öffentliche Förderprogramme – unbürokratisch und verlässlich.